Krumplis pogácsa {magyar konyha}

Der Plan war, bei meiner Rückkehr aus Budapest einen Sack voll Rezepte dabei zu haben… Leider sind es am Ende weniger geworden, als erhofft. Trotzdem wird daraus die kleine Serie: Magyar konyha – Ungarische Küche. Los ging’s im August mit Túrógombóc. Und nun: Pogácsa, ein beliebter Snack in Ungarn. Die deutsche bzw. österreichische Schreibweise für dieses rundliche Salzgebäck lautet Pogatsche. Ist dem ein oder anderen vielleicht geläufig.

In Ungarn jedenfalls isst man die kleinen Dinger aus Hefeteig als Beilage zu einer heißen Suppe oder einfach so. Am besten schmecken sie warm und frisch aus dem Ofen. Dieses Rezept hat außerdem noch Kartoffeln {krumpli} und Kräuter im Teig. Wie so oft gebührt der Dank meiner ungarischen Mitbewohnerin Kati. Ursprünglich wollte sie den Kartoffelteig pur backen, aber sie kam vom Einkauf aus der Markthalle {ohh, die Markthallen in Budapest. Damit allein könnte ich einen ganzen Eintrag füllen} mit einem frischen Bund Bärlauch zurück. Der schmeckte wirklich phänomenal da drin. Alternativ kann man Pogácsa z.B. mit Schnittlauchröllchen oder geriebenem Käse aufpeppen. Memo an mich selbst: Käsepogácsa mit Schnittlauchdip ausprobieren.

Nagy Vásárcsárnok {Große Markthalle}, Budapest. Kurz vor Ladenschluss, Anfang März. Danke an Philipp.

Hozzávalók {Zutaten}

250g Kartoffeln, geschält, in Salzwasser weichgekocht, zerdrückt | 100ml Milch, lauwarm | 1 TL Zucker | ½ Würfel frische Hefe |400g Mehl | 100g Butter, zimmerwarm | 50ml Pflanzenöl | 2 TL Salz | ½ Bund Bärlauch {oder Schnittlauch}, fein gehackt | ½ TL edelsüßes Paprikapulver | 3 EL Wasser

Elkészítés {Zubereitung}

Die warme Milch mit dem Zucker mischen, die Hefe dazubröseln und alles glattrühren. Zugedeckt 15 min stehen lassen. Mehl mit Kartoffelbrei, Butter, Öl, Salz und Hefemilch verkneten, gehackte Kräuter dazufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten. Zugedeckt 45 min an einem warmen Ort gehen lassen. Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig nochmal kurz mit den Händen durchkneten und auf bemehlter Fläche zu einer daumendicken Platte rollen. Kreise ausstechen (z.B. mit einem Becher) und mit dem Messer leicht kreuzförmig einschneiden. Dünn mit einer Wasser-Paprika-Mischung bepinseln und auf ein Backblech setzen. Ca. 15-20 min backen, bis die Pogácsak schön goldbraun aufgegangen sind.

Jó étvágyat! {An Guadn.}

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3 Kommentare

  1. Beide haben wir im Juli unseren Blog gestartet, und beide haben wir über Pogatschen geschrieben. Ob das ein Zeichen ist? Ich glaub´s zwar nicht, lustig finde ich es aber trotzdem ;-)) Schönes Rezept, deine ungarische Variante!

  2. Ich bin begeistert von diesem Zufall! Wobei deine Wickeltechnik der türkischen Variante um einiges professioneller rüberkommt… Hut ab! Ich wusste außerdem gar nicht, dass Pogatschen auch in der Türkei verbreitet sind und wir überhaupt erst dadurch in deren Genuss kommen…?! Lamiacucina und Wiki sei dank. ;-)

    1. Ach was, das war nur elendige Arbeit, die man auch nur einmal für´s Foto macht ;-) Ja, ich wusste das alles auch nicht, bevor mich Robert nicht aufgeklärt hat… Das ist das Tolle bei der Bloggerei, dass man voneinander lernen kann :-)

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