Ofenkürbis

An alle Studenten: Willkommen im Wintersemester! Ich hoffe euer erster Tag war ähnlich entspannt wie meiner. Heute gelernt: Radl fahren ohne Handschuhe wird langsam ungemütlich. Kam ganz schön abgefroren vom Einkaufen nach Hause. Jetzt schnellstens Essen machen! Zum Glück fiel mir da ein altbekanntes/-bewährtes Rezept ein: Kürbis aus dem Backofen.

Seit die liebe Frau Günther mir vor zwei Jahren einen gewissen Ofenkürbis präsentierte, gibt’s im Herbst kein Halten mehr! Sämtliche Menschen aus meinem Umfeld wurden schon mit dem phänomenalen Knoblauch-Chili-Kürbis beglückt und haben ihn mittlerweile selbst in ihr Repertoire aufgenommen. Er ist super fix vorbereitet und als Beilage oder Hauptgericht einsetzbar {Kartoffelspalten oder anderes festeres Gemüse addieren}. Während alles im Ofen brutzelt, kann man einen Blogeintrag verfassen, den Tisch decken und ein Glas Vorfreude-Wein trinken. Unkomplizierter geht’s echt nicht.

Kocht man für viele Leute, kann man locker einen großen Butternut- oder Hokkaido-Kürbis verwenden. Der Butternut zerfällt ein wenig mehr, Hokkaido bleibt beim Garen kompakter. Ich mag beide wahnsinnig gerne! Das verwendete Knoblauchöl ist easy selbst herzustellen: 5 Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und in der Pfanne ganz leicht Farbe annehmen lassen. 250ml Ölivenöl dazugeben und mit heiß werden lassen, damit sich die Aromen verbinden. In ein Fläschchen oder Schraubglas füllen und im Kühlschrank lagern. Hält sich 1-2 Monate. Übrigens: Knoblauch sollte man nie roh in Öl einlegen, es können sich in seltenen Fällen Clostridium-botulinum-Toxine bilden. Dieses Risiko besteht bei allen selbst eingemachten Obst-/Gemüsekonserven. Also immer schön Durcherhitzen, ob nun braten oder blanchieren… :)

Zutaten für 1 Portion

1 mini Hokkaido-Kürbis | 1 große Bio-Kartoffel | 2-3 EL Knoblauchöl {selbstgemacht} | Meersalz oder Knoblauchsalz | Chiliflocken | mediterrane Gewürze wie Thymian und Oregano {oder wie ich: Gute-Laune-Gewürzblütenmischung von Sonnentor}

Zubereitung

Kartoffel abbrausen und Schale gründlich bürsten. Längs achteln und in Salzwasser 10 min vorkochen. Backofen auf 220°C vorheizen. Kürbis waschen, Kerne entfernen und in Spalten schneiden {Schale bleibt dran}. Kartoffeln abgießen, abtropfen lassen und mit Kürbis auf ein Blech schichten. Knoblauchöl darüberträufeln und Gemüse etwas darin schwenken. Mit den Gewürzen bestreuen, mein Augenmaß sagt ungefähr 1 TL voll von jedem. Blech in den heißen Ofen schieben und 15-20 min brutzeln. {Edit: Ein normal großer Kürbis braucht 5-10 min länger. Die Spalten sollten dabei am Rand ca. 1,5cm dick sein}. Wenn die Ränder vom Kürbis etwas angekokelt sind und eine Gabel leicht durchsticht, ist es soweit: Genuss für kalte Herbstabende!

5 Kommentare

  1. Clostridium-botulinum… ich bin sprachlos. Was studierst du nochmal? ;-) Schon wieder was gelernt! Und „Beilage“ war mein Stichwort. Ich habe diesen Backkürbis vor einiger Zeit schon mal in einem Blog gesehen – hoffentlich komme ich demnächst dazu, einen zu machen. Lust darauf habe ich nun sehr…

  2. Lecker, lecker :)
    Nur die Schale war bei mir noch ziemlich hart. Die würde ich vielleicht beim nächsten Mal wegschneiden…

  3. Hallo Hanni! Freut mich wenn’s es geschmeckt hat :) Hm komisch, bei mir ist die Schale immer weich. Liegt vielleicht auch dran wie dünn man die Spalten schneidet. Bei einem größeren Kürbis verlängert sich die Garzeit auch ein bisschen… Kürbis schälen ist immer so mühsam. ;)

    1. P.S.: Das Rezept wurde soeben editiert.

  4. Ja, ich glaub auch, dass es an der Dicke der Spalten lag. Heute gabs Kürbissuppe und da hat das dann schon besser geklappt ;)

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