Schoko-Portwein Muffins

Darf ich vorstellen: Ein Schoko-Portwein Traum aus dem Hause Staudenmaier. Nachgebacken, reingebissen und verzückt davongeschwebt beim gestrigen Tatortabend. Rotweinkuchen fand ich schon immer klasse, jetzt das Ganze also in klein und putzig. Passenderweise hat der Mitbewohner letztens beim Heimflug vom Azoren-Urlaub einen Zwischenstop in Porto eingelegt und gleich mal original Portwein importiert. Hurra!

Die Zubereitung weicht ab von dem, was ich bei der Muffinsbäckerei normalerweise gewohnt bin: Kein elektrisches Gerät, nur Handeinsatz mit Kochlöffel/Schneebesen und möglichst kurze Verarbeitungszeit. Dirks Rezept kommt auf der Rührteigschiene daher und erinnert mich an den herrlichen Rotweinkuchen meiner Mama, bei dem man mit viel Geduld Butter und Zucker dick-cremig schlägt, um einen feinporigen und zarten Kuchen zu erhalten. Was soll ich sagen: In Muffinform mit extra Schokostückchen kommt diese Variante extrem gut! Beim ersten Bissen war ich hin und weg, extremes Suchtpotenzial! Leider war die Konsistenz nicht ganz perfekt, ich habe das Blech wohl einen Tick zu lange gebacken. So ein Küchenwecker ist einfach zuverlässiger als das ach so smarte Mobiltelefon. Es wird auf jeden Fall bald eine Wiederholung geben!!

Ich habe das Rezept geringfügig abgewandelt, da ich gerne mit Dinkelmehl backe und mein Geldbeutel mir Valrhona-Schokolade nicht erlaubt hat. Der alte Sparfuchs. Auch die Portweinmenge wurde maximiert, fand ich ausgesprochen lecker! Das Gläschen „Backwein“ nebenher eher nicht maximieren, Port hat deutlich mehr Umdrehungen als normaler Wein… Eine letzte Frage bleibt aber offen: Dirk, hast du ein Monster-Muffinblech? Oder habe ich überlesen, dass die Teigmenge für zweimal Backen reicht? ;) Ich habe das Rezept für meinen Gebrauch auf 4/5 heruntergerechnet und neben meinem 12er Blech noch 3 extra Muffins gebacken. Das lustige Ergebnis von instabilen Papierförmchen im Kastenkuchen ist untenstehend zu bewundern.

Zutaten für 15 Stück

320g Dinkelmehl hell | 200g feiner Backzucker | 240g Butter | 130g dunkle Schokolade (70%) | 3 EL Kakaopulver, schwach entölt {Fairtrade} | 4 Bio-Eier | 1 Prise Salz | 3 geh. TL Weinstein-Backpulver | 1 Vanillestange | 1 geh. TL Zimt | 200ml Portwein

Zubereitung

Eier und Butter eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank nehmen, bei Zimmertemperatur verbindet sich alles besser. Wenn’s mal schnell gehen muss: Eier kurz in warmes Wasser legen, Butter in Würfel schneiden und in einer Schüssel in der Sonne {Winter: In der Nähe der Heizung} stehen lassen. Vanilleschote auskratzen und samt Mark in Portwein aufkochen lassen. Nach dem Abkühlen die Stange herausnehmen und trocknen, so kann sie wieder verwendet werden. Schokolade grob hacken für den gewissen Biss, ansonsten über die Reibe jagen. Muffinblech mit Papierförmchen auslegen, drei Förmchen nebeneinander in eine Kastenkuchenform stellen. Wer hier im Besitz von einzelnen stabilen (Silikon-) Muffinförmchen ist, ist klar im Vorteil. Mehl, Kakaopulver und Backpulver mischen und in eine Schüssel sieben. Eier trennen und Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen. Beiseite stellen.

Ofen auf 180 Ober-/Unterhitze vorheizen. Zimmerwarme Butter cremig rühren, nach und nach Zucker einrieseln lassen und alles zu einer dicken Masse aufschlagen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Das dauert mit meinem alten Handrührgerät gut und gerne 8-10 min. Vanille-Portwein  dazurühren und schließlich ein Ei nach dem anderen einarbeiten. Dabei immer nur so lange Rühren, bis die Schlieren verschwunden sind. Gesiebtes Mehl plus Zimt komplett darüberschütten und auf niedrigster Stufe rasch unterrühren. Schokostückchen und Eischnee vorsichtig unterheben. Teig in die vorbereiteten Förmchen füllen und auf mittlerer Schiene 20-25 min backen. Stäbchenprobe machen. Fertig ist das Futter für die Seele an diesen nebligen Tagen!

Advertisements

5 Kommentare

  1. Liebe Verena, nein, kein Monster-Muffinblech, sondern das normale 12-er zweieinhalb Mal befüllt ;-) Freut mich sehr, dass dieses leckere Rezept Anklang bei dir gefunden hat! Die Abwandlung, nur Portwein zu nehmen, gefällt mir, werde ich das nächste Mal auch probieren. Mir schwirrt auch schon eine neue Idee auf Basis dieses Rührteigrezepts im Kopf herum, passend zu Weihnachten, mal sehen was daraus wird. Lass dir die Teile schmecken!! :-)
    Liebe Grüße, Dirk

  2. Hallo Dirk, weihnachtliche Muffins, dafür wär ich sofort zu haben! Das wird wohl selbes Spiel: Du backst vor, ich backe nach und freue mich dann. :)
    Sehr amüsiert hat mich dein Slogan: „Einer für alle? – Alle für einen, nämlich für mich!“. Heute zum Frühstück musste der letzte Muffin dran glauben. Nachschub ist bereits in Arbeit: Paules Vollkorn-Kürbis-Kuchen hat’s mir angetan…
    Einen wunderschönen Abend ins Schwabenländle!

    1. Irgendwie kam mir der Slogan beim Bearbeiten der Fotos in den Sinn und musste selbst lachen :-) Letzten Endes habe ich doch die wenigsten gegessen, weil sich jeder drauf gestürzt hat. Aber das freut uns Köche ja…

      Muffins werden das keine… lass dich überraschen! Wenn alles klappt, dann nächste Woche, da ist Feier- und Brückentag :-)

  3. Gestern gebacken – heut schon alle verzehrt, da SOOO lecker. Vor allem, weil noch ein leichtes Quark-Vanillezucker-Topping drauf platz hat. Vielen Dank für das tolle Rezept!

    1. Liebe Tina, Quark-Topping, das klingt ja lecker! Kann ich mir super vorstellen dazu! Danke für dein Feedback, es gibt kaum was schöneres zu hören für einen Blogger… ♥

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: