Kartoffelgratin mit Williams-Birnen und Ziegenkäse

Kartoffelgratin, die ewige Beilage, wird aufgemotzt. Dafür sorgen rote Williams-Birnen und Ziegenfrischkäse. Aber Obacht, für Liebhaber des klassisch-herzhaften Gratins könnte es glatt zu fruchtig sein. Auf jeden Fall eine nette Abwechslung. Ich muss auch gleich gestehen, Ziegenfrischkäse ist mein neuer Liebling aus dem Kühlregal. Was man damit alles anstellen kann… Wrappen, Dippen, Pastasaucen aufpeppen, Gratins verfeinern – und natürlich pur auf’s Brot streichen {plus Gurke und Salz, sogar Honig schmeckt dazu}. Einfach genial.

Wer eine Küchenmaschine mit feinem Hobelblatt hat, dem gratuliere ich herzlich. Ich habe die geschälten Kartoffeln von Hand  über die Reibe gejagt und mein billiges Teil hobelt einfach viel zu dick. Resultat: Gratin war nach einer geschlagenen Stunde im Backofen gerade mal soweit gar, dass man zu Tisch bitten konnte. Normalerweise dauert das nur 35-40 min. Aber wie heißt es so schön, Geduld ist eine Tugend…

Das Rezept ließe sich auch ganz leicht veganisieren, dafür einfach Sahne durch Hafer-Cuisine ersetzen, 50ml Wasser hinzugeben und Bergkäse weglassen.

Zutaten für 2-3 Portionen

4 große Bio-Kartoffeln | 2 kleine reife Birnen {rote Williams Christ bei mir} | 150ml Sahne | 100g Ziegenfrischkäse | 30g Bergkäse, gerieben | 1 TL Bio-Gemüsebrühpulver | 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben | Gute-Laune-Gewürzblütenmischung {Sonnentor} | Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln. Birnen waschen, Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten schneiden. Bei mir blieb die Schale dran, waren ja Bio-Birnen. Hafer-Cuisine oder Sahne aufkochen, vom Herd nehmen und Ziegenfrischkäse unter Rühren darin schmelzen. Gewürze zugeben und abschmecken. Darf ruhig etwas kräftiger sein, die Kartoffeln werden nicht extra gewürzt. Kartoffel- und Birnenscheiben zur Sahne geben und mischen. In eine gefettete Auflaufform schichten und mit ein paar zurückgebliebenen Birnenscheiben schuppenförmig garnieren. Mit Bergkäse bestreuen, 35-45 min backen, testweise mit der Gabel reinstechen. Sind die Kartoffeln weich, kann serviert werden.

6 Kommentare

  1. Ich kenne beim Kartoffelgratin – auch bei hauchdünnen Scheiben – nur Backzeiten von knapp über eine Stunde, das ist m. E. normal. Nur seit ich in meiner neuen Küche eine Heißluft-Mikrowellen-Kombi habe, dauert´s nur noch 20 Minuten :-) Eine tolle Beilage zu Wild, deine überaus lecker aussehende Version. Hab ich im Hinterkopf gespeichert!
    Liebe Grüße, Dirk

    1. Heißluft-Mikrowellen-Kombi. Davon kann unsereins nur träumen, beim alten Backofen geht nämlich nur noch Ober-/Unterhitze. Wenigstens muss ich mir jetzt keine Sorgen mehr machen, wenn auch andere Leute über eine Stunde auf ihr Gratin warten… ;-)

  2. und dann kommt die Frage: und Du hast da echt Birnen rangetan? Kennst Du das auch? Meine Kollegin war sich nicht so sicher, als ich letztens von meinem Graupen-Birnen-Risotto erzählte… dabei sind Birnen in der Hauptspeise soooo toll

    1. Haha, oh ja! Das kenn ich nur zu gut. Generell finde ich Frucht in Hauptspeisen super, zum Beispiel Rosinen mit Kürbis oder Banane im Kichererbsen-Blumenkohl-Curry… Mut zum Experiment!!

    2. und was Du unbedingt ausprobieren musst: in Portwein geschmorrte Datteln. Hatte ich zu Kichererbsenpürree und Lamm (ok, kein Lamm für Dich, sehe ich ein). War suuuuuper lecker!

    3. Oh Gott, meine Nachkochliste explodiert… :D

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