Tomaten-Aufstrich mit Basilikum und Knoblauch

Herzhafte Aufstriche bereichern schon seit längerem meinen Frühstückstisch. Am liebsten auf frischem Vollkornbrot plus Gurke oder Paprika. Im Bio-Supermarkt ist die Auswahl zwar groß, doch schon lange juckt es mich in den Fingern, meine favorisierten Sorten mal selbst zu machen. Am Wochenende hatte ich die nötige Muse, mich an dieses Vorhaben zu wagen. Tomate-Basilikum sollte es werden, am besten gleich ein paar Gläschen voll. Inspiriert hat mich Sarahs toller Blog Vegan Guerilla, auf dem es eine eigene Rubrik für Frühstück & Aufstriche gibt.

Die Basis sind Sonnenblumenkerne – über Nacht in Wasser eingeweicht – in Kombination mit Olivenöl, Pflanzenmilch und einem leistungsstarken Pürierstab. Diese Grundpaste kann nach Lust und Laune verfeinert werden: Mit Auberginen- oder Kürbispüree, Chili, Bärlauch, Paprika, Nüssen, etc… In meinem Fall wurden getrocknete Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch und frische Basilikumblätter mitpüriert. Schmeckt nach Sonne und Italien! Ohne Einweichzeit ist der Aufstrich in 10 min fertig. Wer wie ich nebenbei ein paar Twist-off Gläschen auskocht und den Aufstrich mit dem Löffel abfüllt, braucht tendenziell die doppelte Zeit. Geht übrigens auch als Pesto für Nudeln durch. Oder als köstlicher Dip für Gemüsesticks: Dafür einfach mit der gleichen Menge Ziegenfrischkäse verrühren.

Die Haltbarkeit ist noch so ein bisschen die Krux an der Sache. In vorher sterilisierte Gläschen abgefüllt, sollte man den Aufstrich trotzdem innerhalb von einer Woche aufbrauchen. Nächstes mal werde ich die Gläschen im Backofen einwecken. Dazu benötigt man eigentlich nur eine große Metall-Auflaufform oder ein tiefes Backblech. Die Theorie lautet so: Gläser rein, bis 2cm unter den Rand mit Wasser aufgießen und Ofen auf 120°C heizen {keine Heißluft verwenden}. Wenn das Wasser siedet, die Uhr auf 30 min stellen. Backofen ausschalten und alles langsam abkühlen lassen. Am besten über Nacht. Sollte dann mindestens ein halbes Jahr haltbar sein. Testbericht folgt, sobald die nächste Aufstrichproduktion durch ist…

Zutaten für 4 Gläschen {ca. 125ml Inhalt}

100g Sonnenblumenkerne, über Nacht in Wasser eingeweicht | 100g getrocknete Tomaten {ohne Öl, wenn möglich nur schwach bis gar nicht gesalzen} | 2 Knoblauchzehen, gescheibelt | 2 handvoll frische Basilikumblätter | 3-4 EL Olivenöl | 75ml Hafer- oder Sojamilch | 2-3 EL Tomatenmark | Pfeffer, frisch gemahlen | evtl. Salz

Zubereitung

Sonnenblumenkerne abgießen und Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen, ein paar Minuten im Wasser stehen lassen. Kerne, Knoblauch, Tomatenmark und Olivenöl in einen hohen Rührbecher füllen. Getrocknete Tomaten abgießen, etwas vom Einweichwasser zurückbehalten, falls die Konsistenz später noch angepasst werden muss. Ebenfalls in den Becher geben und alles sehr gründlich pürieren. Nur Geduld, das wird früher oder später relativ homogen. Mit Pflanzenmilch und Einweichwasser der Tomaten die Konsistenz ’streichfähig‘ machen. Mit Salz, Pfeffer, evtl. mehr Tomatenmark abschmecken. Bei mir waren die getrockneten Tomaten selbst schon furchtbar salzig, beim besten Willen kein Nachsalzen mehr nötig. Aufstrich wie oben beschrieben haltbar machen oder gleich komplett auffuttern. :)

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5 Kommentare

  1. Och, heute werde ich ja bomardiert mit Veggie-Food. Liegt wahrscheinlich daran, dass heute Donnerstag ist. Den Aufstrich würde ich aber glatt mal versuchen nachzubasteln, klingt lecker. Schmeckt das eigentlich nicht intensiv nach Sonnenblumenkern?

  2. Hallo Verena! Sieht lecker aus und schmeckt bestimmt auch so :) So’n bisschen Sonne und Süden im Glas eignet sich auch ganz toll für die bald anstehenden Weihnachtsgeschenke! Dafür bin ich dann aber wohl auf deinen Erfahrungsbericht mit dem Einwecken angewiesen! Oh Gott, eigentlich hasse ich die Leute, die im Oktober schon an Weihnachten denken :) aber trotzdem, ging mir gleich als erstes durch den Kopf…

    1. Ach komm, mach dir keinen Kopf, sind doch nur noch zwei Monate! ;-)

    2. Ich habe neue Plätzchendosen gekauft und überlege schon, welche Sorten ich machen will… Soviel dazu. ;-)

  3. @ Dirk: Die Kerne schmecken überhaupt nicht vor finde ich, kommt vielleicht durch das lange Einweichen. Sonnenblume ist ja z.B. auch eines der neutralsten Pflanzenöle. Viel Spaß beim Nachbasteln! Liebe Grüße, Verena

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