Kürbis-Maroni Suppe mit Krokant

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Ich weiß, ich weiß, die Kürbiszeit ist vorbei. Auf den allerletzten Drücker gibt es trotzdem noch ein Rezept von mir, Kürbis und Maroni sind nämlich ein umwerfendes Paar. Der Clou: Cremige Suppe trifft auf crunchy Topping. Zitat unabhängige Testperson: Ich brauche einen Pürierstab!

Die Suppe ist mit Zimt und Muskatnuss herrrrlich winterlich und schmeckt sicher auch mit Süßkartoffel statt Kürbis! Maroni habe ich selber im Ofen geröstet, das ist super einfach und schmeckt toll. An alle Naschkatzen: Kauft gleich die doppelte Menge, es lohnt sich! Während die Suppe blubbert kann man wunderbar heiße Maroni knabbern. Der einzige, für den es sich nicht lohnt, ist mein Geldbeutel…

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Wer sich beim Blick in die Zutatenliste zum wiederholten Mal wundert, was Hafermilch sein soll und warum ich damit koche: Es ist Milch auf Pflanzenbasis, ähnlich wie Sojamilch, schmeckt mir aber viel besser. Überall wo Hafer{-flocken} drin sind, könnte ich mich sowieso reinsetzen, vor allem zum Frühstück. Wobei – absolute Nummer eins sind die Hafer-Cookies von Linea Natura. Herr P. kann ein Lied davon singen! Auch die Verpacker haben mitgedacht und die Lieblingskekse in eine wiederverschließbare Mehrzweckdose gepackt. Lange Rede kurzer Sinn: Ich experimentiere gern mit veganen Sachen und manchmal wandern sie danach direkt in den Standardinventar…
Memo an mich selbst: Haferkekse demnächst selber backen. Tonnen davon.

Gleich noch zwei ungewöhnliche Herren: Bertram und Galgant, die attraktiven Fremden im Gewürzregal. Schon Hildegard von Bingen wusste, dass diese Gentlemen das gewisse Etwas in jeder Suppe sind… Galgant ist mit Ingwer verwandt und Bertram entfernt mit Kamille, schmeckt aber viel schärfer und würziger. Zusammen mit Quendel sind das die drei Hauptkräuter in der Hildegard-Küche.

Zutaten für 3 Portionen

Suppe: 1 kleiner Hokkaido-Kürbis, entkernt, gewürfelt | 200g frische Maroni | 1 Karotte, fein gescheibelt |  1 Schalotte, gehackt | 1 EL Olivenöl | 500ml kräftige Gemüsebrühe | 250ml Hafermilch | ½ TL Galgant | ½ TL Bertram | ½ TL Zimt | 1 Msp.  Muskatnuss | Knoblauchsalz | Pfeffer aus der Mühle

Krokant: 1 handvoll fertig gegarte Maroni | 3 EL Kürbiskerne, gehackt | 3-4 EL Vollrohrzucker | 3 EL Wasser

Zubereitung

Maroni kreuzförmig einschneiden, auf ein Backblech mit Backpapier setzen und verschwenderisch mit Wasser benetzen. In den vorgeheizten Ofen {200°C} schieben und warten, bis die Maroni aufgeplatzt sind und tolles Röstaroma durch die Küche zieht. Nach 25-30 min sind sie gar und können noch heiß geschält werden. Naschen erlaubt. Ein bisschen Beeilung ist trotzdem nicht verkehrt, die Schale geht nach dem Abkühlen nicht mehr so gut ab. 200g abwiegen und ein paar zurückbehalten für das Krokant-Topping.

Schalotte in Öl andünsten, restliches Gemüse dazu und 5 min braten. Schale vom Kürbis kann dran bleiben, sie wird beim Kochen weich. Mit Gemüsebrühe ablöschen, Deckel drauf und 15-20 min bei sanfter Hitze weich köcheln lassen. Maroni dazu und alles fein pürieren. Das dauert ein wenig, wird aber gut. Die Hafermilch macht es dann so richtig schön sämig-cremig. Die flüssigen Mengenangaben sind nur so ungefähr, sie können je nach Kürbisgröße variieren – verlasst euch einfach auf eurer Gefühl. Suppe am Ende mit Knoblauchsalz und etwas Pfeffer abschmecken.

Für das karamellige Krokant die Maronistückchen und Kürbiskernsplitter kurz in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten, bis es zu duften beginnt. Zucker dazugeben und unter ständigem Rühren warten, bis er flüssig wird. Wasser dazugeben und weiter rühren, bis alles von einer gleichmäßigen Zuckerschicht überzogen ist. Nichts anbrennen lassen. :)

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6 Kommentare

  1. Das ist meins—cremige Suppe mit crunchigem Topping! :)

    1. Mmh Sybille, ich habe gerade deine Schwarzwurzel-Suppe mit Kaffeeöl und Nüssen entdeckt. Klingt phänomenal!! Und folgt dem cremig-crunchigen Motiv ja anstandslos.

  2. Ich bin komplett überzeugt. Zwei meiner liebsten Zutaten in einem Gericht :) Owowowow.

    1. Kürbis und Maroni sind auch einfach sooo fein… Das könnte ich nicht nur im Herbst/Winter essen sondern absolut immer. :)

  3. Hallo! :)

    Über Facbook bin auf deinen Blog gekommen! Der ist echt klasse geworden und ich schaue gerne hier vorbei. Zum Nachkochen bin ich leider noch nicht gekommen.

    Und ich liebe Hafer(flocken). Deshalb habe ich auch eine eigene Haferflockenquetsche. Da kommt oben der Hafer rein, dann wird kräfitg gekurbelt (natürlich mit eigener Muskelkraft), unten rutschen dann die Haferflocken raus. Sie schmecken anders als die gekauften Flocken – voller und gesünder und nach mehrmaligem Probieren möchte man nur noch selbstgequetschte Flocken essen.

    Vielleicht sieht man sich mal wieder beim Spazierengehen ;)

    Viele liebe Grüße
    die Katja

    1. Hallo Katja,
      lieben Dank für dein Feedback, hab mich sehr gefreut! Bis Weihnachten wird der Blog leider ein bisschen kürzer treten, hab extrem viel zu tun für die Uni…
      Das mit der Haferflockenquetsche klingt ja super, wo kriegt man die am besten her? Empfehlung bitte. :)

      Wünsch dir und der kleinen Familie eine schöne restliche Adventszeit, um Weihnachten rum bin ich sicher wieder im großen Tal unterwegs. ;)

      Liebe Grüße
      Verena

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