Montag ist {ausnahmsweise} Brotbacktag: Dinkelbrot mit Zwiebeln

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Seit ich den Pizzastein habe, kann ich von selbstgemachten Teigfladen gar nicht genug kriegen. Gestern fand schon der dritte Pizzabackdonnerstag in Folge statt, deswegen musste Brot auf Montag ausweichen. Nach einem frei Schnauze erfundenen Rezept mit einziger Prämisse: Es müssen Zwiebeln rein. Ob das gut geht… Schaut ihr euch am besten selbst an. :)

Ich gönne mir heute einen freien Tag. Nach den letzten zwei Wochen Uni-Dauerstress muss das drin sein. Ganz ohne schlechtes Gewissen und dem kleinen nie-zufrieden-Mann in meinem Hinterkopf sieht das dann so aus: Mittags um 12 schäle ich mich langsam aus dem Bett und poliere erstmal in Schlafshorts und Festivalshirt die Küche. Von Bombe-explodierte-in-Pizzabackstube-Zustand auf Hochglanz in 30 min – das geht nur mit Spülmaschine. Blick aus dem Fenster: Gestern ist anscheinend noch ein halber Meter flockiges Weiß gefallen. Ich überlege kurz, ob der klapprige Balkon dieser Schneelast stand hält. Öhm, mir egal.

Wieder zurück im Bett, die Kanne Pfefferminztee im Schlepptau, wird der Laptop angeschmissen, Musik eingelegt und sich eine Runde durch die Lieblingsblogs gelesen. Hach was ihr immer alles zaubert! Memo an mich selbst: Hefeteigbrot ist gut und schön, aber auf Dauer etwas unbefriedigend… Muss demnächst unbedingt Roggen- oder Weizensauerteig ansetzen! Mich reizt der Sauerteig-Selbstversuch, seit ich bei Cooketteria und Katharina kocht darüber gelesen habe. Ich werde die Tage mal einen Testlauf starten und hoffe, es wird etwas Bloggenswertes dabei entstehen…

Bis dahin vergnügt ihr euch einfach mit dem, was zuletzt in unserer Küche produziert wurde: Zwiebelbrot à la Philip. Er möchte ausdrücklich nicht mehr „der Mitbewohner“ genannt werden. Dabei habe ich es nur gut gemeint, die Privatsphäre im Netz ist ihm sonst schließlich heilig. :p Ich will euch nicht vorenthalten, dass wir beim Brotbacken einem gewissen roten Faden folgen. Der hängt in Form eines grünen Klebezettels am Kühlschrank. Als wir vor Wochen, genauer gesagt am 22. November, beschlossen haben, den Brotbacktag einzuführen, gab es einen spontanen Schwall an Ideen, der natürlich festgehalten werden musste. Weil to-do-Listen abhaken glücklich macht, backen wir uns seitdem quer durch die Liste. Für Zwiebelbrot fand sich auf die Schnelle kein befriedigendes Rezept, also freestylen? Gerade bei Brot bin ich da ja sehr skeptisch… aber gut, vertrauen wir mal dem Mann im Haus ausnahmsweise.

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Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht. Fangen wir mit der erfreulichen an: Das Brot ging beim Backen auf, duftete herrlich und war nach dem Anschneiden außen krustig, innen locker und saftig. Geschmacklich schön zwiebelig und auch ohne was drauf äußerst lecker. Soweit der lauwarme Zustand. Leider war das Brot schon am nächsten Tag recht trocken und bröselig, obwohl ordnungsgemäß im Brotbehälter aufbewahrt. Eine Runde im Toaster brachte es dann wieder groß raus. Bin gespannt, wie die andere Hälfte des Laibs nach dem Auftauen schmeckt, sie wanderte noch am Backabend zur Überwinterung in den Tiefkühler. Wenn wir das Brot wieder machen, dann vielleicht mit richtig kross gebratenen Zwiebelwürfeln und mehr Wasser statt Milch.

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Gebacken wurde auf meinem neuen Liebling, dem Stein, weswegen der Ofen eine Stunde vor Backbeginn vorgeheizt wurde. Die Platten vom E-Herd darüber werden dabei immer schön lauwarm, perfekt um den Brotteig darauf gehen zu lassen. Nicht so perfekt, wenn man mit der flachen Hand die Temperatur DER Platte testet, wo Philip 10 min vorher die Zwiebeln brutzelte. SCHMERZ. Man sollte die Küche beim Brotbacken erst gar nicht verlassen.

Zutaten für 1 Laib

1kg Dinkelmehl Typ 630 | 2 TL Salz | 2 Tütchen Trockenhefe | 80g weiche Butter | 400ml Milch | 100ml Wasser | 1 TL Brotgewürz {Sonnentor} | 350 – 400g weiße Zwiebeln, gewürfelt | 3 Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten

Zubereitung

Zwiebelwürfel in Öl ziemlich lange braten, bis sie schön glasig sind. Mehl mit Salz, Hefe, Butter, Milch und Wasser in einer großen Schüssel zu einem homogenen Teig verkneten. Eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Backofen mit Brotbackstein jetzt auf 200°C vorheizen, beim Backen auf dem Blech erst 15 min vor Backbeginn. Außerdem eine feuerfeste Schale/Auflaufform mit Wasser unten in den Ofen stellen, Brot muss feucht gebacken werden. Brotgewürz, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln in den Teig kneten und weitere 60min gehen lassen. Teig mit Hilfe von etwas Mehl zu einem Laib formen und auf den Stein / die mittleren Schiene schieben. Durch die Feuchtigkeit der Zwiebeln muss das Brot ziemlich lange backen, unseres war nach 80-90 min fertig. Lauwarm essen.

4 Kommentare

  1. Wow..
    Ein Brot mit Zwiebeln muss gut sein!
    Allein den Duft kann ich mir schon gut vorstellen…. :)

    1. Der Duft schlägt so manchen Kuchen um Längen… :)

  2. Bea Wyler · · Antwort

    Dinkelmehl führt zu trockenerem Brot als Weizenmehl. Wenn Du auf Dinkel bestehst, würde ich versuchen halbe-halbe zu machen. Viel Erfolg.
    Bea Wyler

    1. Danke für den Tipp! Beim nächsten Mal versuche ich es dann mit 50% Dinkel. :)

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