Unterwegs in: Budapest. Hummus- und Milchbar.

Da bin ich wieder, frisch aus der Versenkung aufgetaucht. Der Semester-Endspurt-Modus hat mir seit Anfang Februar ziemlich viel abverlangt, die letzten zwei Wochen zogen quasi als buntes Rauschen an meinem inneren Auge vorbei. Trotz massiver zeitlicher Fehlkalkulationen wurde alles wieder irgendwie fertig gestellt und erfolgreich letzten Donnerstag abgegeben. ;) Danach brauchte ich erstmal Urlaub. Noch am selben Tag ging der Nachtzug nach Budapest. ♥

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Ja Budapest und ich… die alte Lovestory. Ich habe es ja schon öfter hier erwähnt, aber man kann es nicht genug betonen: Leute, fahrt in diese Stadt und genießt das Leben dort! Liebe auf den ersten Blick, es gibt sie wirklich… zumindest geografisch. ;) Ich möchte euch an dieser Stelle ein kulinarisches Alltime-favourite und eine Neuentdeckung vorstellen. Dass man auf jeden Fall Lángos probieren und den Kalorienzähler getrost zu Hause vergessen sollte, bedarf eigentlich keiner extra Erwähnung.

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Hummus-Teller mit Falafel, Joghurt und Vollkorn-Pita.

In die Hummus Bar bei der Juristen-Uni gehe ich besonders gern, wenn der Abend vorher etwas ausgeartet ist. Spätstücken ist immer gut.^^ Für mich leckerstes Hummus & Falafel der Stadt, wobei ich natürlich noch nicht überall alles probieren konnte. Für den Moment jedenfalls uneingeschränkte Empfehlung! Beim Ankommen gibt’s erstmal ein Gläschen heißen Minztee zur Begrüßung umsonst. Perfekt bei dem Schneegestöber draußen! Ansonsten sprechen die Fotos ja für sich.

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Beilagen-Potpourri auf dem Teller. Marinierte Karotten, Karotten-Rohkost, Blattsalat, Minz-Couscous mit Gurke, Krautsalat, saure Gurken und ja… Pommes. ;)

* * *

milchbar4Direkt um die Ecke meiner alten Budapester Wohnung hat mit dem Cserpes Tejivó ein neuer Laden aufgemacht, genauer gesagt eine Milchbar. Es gibt dort Shakes, Joghurtprodukte, Sandwiches, Süßes wie Milchreis oder allseits geliebtes Maronenpüree und natürlich Käse in allen möglichen Sorten. Außerdem kann man regional erzeugte Milch direkt vom Bauern kaufen. Dieses Angebot wird gerne genutzt, soweit ich das bei meinem Frühstücks-Aufenthalt beurteilen konnte.

Als Betreiber hinter dem Laden steht die „Käse-Werkstatt“ Cserpes. Werkstatt, das klingt erstmal nach handgemachten Produkten ohne viel Tamtam. Nach ein wenig Recherche kann ich sagen, dass das Konzept als solches nicht zu verachten ist. Cserpes steht für Engagement weg von der großen Milchindustrie und Hochleistungskühen. Die Interessen der regionalen Milchbauern stehen im Vordergrund, nicht der generelle Profit am Markt. Naturbelassene, gesunde Produkte ohne künstliche {Konservierungs-}Stoffe so wenig behandelt wie möglich anzubieten, das ist laut Website die Philosophie von István Cserpes.
Gut, von Bio ist nirgends die Rede, aber es ist trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Bio-Boom wie hierzulande ist in Budapest {noch?} nicht beim Verbraucher bzw. der Lebensmittelindustrie angekommen. Oh wieder so ein herrliches Diskussionsthema. Mein stark verkürzter Standpunkt zu Bio lautet: Ob Bio-Lebensmittel generell gesünder sind, weiß ich nicht. Man nimmt jedenfalls weniger Pflanzenschutzmittel zu sich, es schmeckt mir besser und gut für die Umwelt ist es allemal.

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Jetzt ist das mit der Milch eh so eine Sache. Nicht erst seit ich Die Milch-Lüge auf NDR-online gesehen habe, schreit mich beim beim Anblick des MoPro-Regales im Supermarkt das Gewissen von allen Seiten an. Komplett auf Joghurt, Käse und sonstige Milchprodukte zu verzichten ist aber momentan keine Option für mich. Mein persönlicher Kompromiss ist der Konsum von Milchprodukten wo es geht aus dem Bioladen und vom regionalen Markt. Klar ist es schwierig, das immer durchzuziehen. Aber man kann’s versuchen…
Oha, so ausschweifen wollte ich eigentlich gar nicht, das Frühstück war jedenfalls fein. Der Joghurt mit Himbeeren aus der Cserpes-Werkstatt schmeckte fantastisch. Dazu gab’s ein Croissant und guten Kaffee.

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Achso, und sehr stylisch ist das Café nebenbei auch noch. :)

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Der nächste Budapest-Trip kann gar nicht schnell genug kommen…

7 Kommentare

  1. Ich geh morgen frühe eine Bank überfallen und geselle mich dann zu dir. Seit ich vor etwa fünfzehn Jahren wegen Pfeifferschem Drüsenfieber eine Reise nach Budapest absagen musste, habe ich es nie wieder in diese Richtung geschafft. *soifz*

    1. Und? Banküberfall erfolgreich? (Das erinnert mich spontan an ein Lied der EAV^^) Wobei das tolle an Budapest ja ist, dass man keine Bank ausrauben muss, das kleine private Sparschwein tut’s meistens schon… Mit dem Nachtzug ab München für 29 €, kann man echt nicht klagen. :)
      Ich hoffe du besuchst diese tolle Stadt früher oder später mal!

  2. Ääähhh… das „e“ sollte nicht bei früh(e), sondern an geh(e) hängen. Ist halt schon spät. ;-)

  3. Bin immer auf der Suche nach Tipps für Städtereisen. Budapest kommt gleich mal auf die „Nachreiseliste“.
    Mei…wenns da so gutes Hummus gibt! :)

    1. Nachreiseliste, hehe. Listen gibt’s bei mir auch für alles. Wunschliste, Filmliste, Leseliste, To-Do-Liste… Listen abhaken macht glücklich! :)

  4. Na, das passt ja wunderbar!

    Ob du’s glaubst oder nicht, aber gerade heute habe ich damit begonnen meinen momentan fürs erste Mai-Wochenende angesetzten Städtetrip zu planen… und rate mal wohin es vermutlich hin geht ;)

    Danke für den tollen Bericht, hat mich umso mehr in meinem Entschluss bestärkt! Die wirklichen Insider-Tipps hole ich mir dann noch rechtzeitig bei dir ab ;)

    1. Oh, Mai ist für eine Budapestreise gerade zu ideal! Schon warm genug für’s T-Shirt und noch nicht so mörderisch heiß wie im Juni/Juli. Eine gute Wahl lieber Marco! Für Insidertipps stehe ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung, habe immerhin 5 Monate Erfahrung. :)

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