Getränkter Zitronenkuchen mit Maracuja-Zitronen-Sirup

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Alle Mann an den Backofen! Da draußen ist ein Zitronenkuchenbattle im Gange! Klar, dass ich noch schnell mitmachen musste, bevor die  Süßkramfastenzeit für mich beginnt. Ich habe mir nämlich frecherweise erlaubt, nicht letzten Mittwoch sondern HEUTE für den Startschuss auszuwählen. Montage sind für radikale Entscheidungen wie gemacht.

Ein Grund, warum ich die Food-Blogosphäre so mag, ist diese spontane Eigendynamik der Beiträge. Man kann es nicht steuern, irgendjemand wirft ein Rezept in den Raum und alle machen mit. Vergleichbar mit einer Domino-Kettenreaktion. Zitronenkuchenbattle – Diese Wortschöpfung habe ich bei Britta von Kamafoodra stibitzt. Ihr Zitronen-Mohn-Kuchen nach Jamie Oliver sieht aus, wie ein heißer Kandidat auf den Sieg. Ich lieeebe Mohn im Kuchen! Wobei es natürlich nicht darum geht, irgendwas zu gewinnen. Außer einen Spitzenplatz auf der persönlichen Nachbackliste vielleicht. Weitere zitronige Erfolgsrezepte könnt ihr z.B. hier und hier und hier bewundern.

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Mein Rezept stammt von Mrs. Pettigrew, via Neues von der Insel. Für ein bisschen Abwechslung tränke ich meinen persönlichen Lieblings-Zitronenkuchen diesmal mit einem Sirup aus Zitronensaft, Zucker und Maracujalikör. Auch im Teig ist ein Schuss Maracuja. Der Hauch Exotik ist genau richtig bei dem nasskalten Wetter draußen. Die vier großen Muffinformen, die ich für den Zitronenkuchen zweckentfremdet habe, stammen aus Budapest und mussten dringend eingeweiht werden. Die Teigmenge hat wie durch ein Wunder {oder nennen wir es Augenmaß^^} perfekt reingepasst. Wer den Kuchen gern in einer Kastenform bäckt, braucht höchstens die mit 24cm Länge.

Eigentlich wollte ich auch noch ein Foto vom fluffigen, zarten Innenleben dieser Goldstücke für euch machen, aber sie waren einfach zu schnell weg. Zitronenkuchen geht halt immer.

Zutaten für eine kleine Kastenkuchen-/vier große Muffinformen

2 Bio-Zitronen | 100g Butter {zimmerwarm!} | 175g feiner Zucker | 2 Bio-Eier | 175g Weizenmehl 405 | 1½ TL Backpulver | 85ml Milch | 4 EL Zucker | 2x 4cl Maracujalikör

Zubereitung

01_getränkter-zitronenkuchenBackofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Zitronen heiß waschen und die Schale abreiben, anschließend beide auspressen. Saft mit 4 EL Zucker und 4cl {das sind zwei Stamperl} Maracujalikör erwärmen und einköcheln lassen, so lange man den Rest vorbereitet. Die weiche Butter kurz cremig schlagen, dann nach und nach Zucker zugeben und so lange rühren, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat. Nur Geduld, das dauert eine ganze Weile, dafür ist der Kuchen danach umso zarter. Zitronenabrieb und 4cl Maracujalikör unterrühren. Die Eier einzeln unterrühren und zwar nur so lange, bis sich die Schlieren verzogen haben. Mehl und Backpulver über den Teig sieben und vorsichtig unterheben. Milch zufügen, bis ein cremiger Rührteig entsteht. Sofort in die Form füllen und 1h backen. Stäbchenprobe machen und nach Sicht backen, jeder Ofen ist anders…

In den warmen Kuchen mit einem Schaschlikspieß Löcher einstechen, ich habe das ungefähr alle 2cm gemacht. Den Sirup nach und nach langsam mit einem EL darüberträufeln. Die Sirupmenge scheint vielleicht viel, aber das verträgt der Kuchen allemal. Auskühlen lassen und mit einer Tasse Tee genießen…

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12 Kommentare

  1. Zitronenkuchen wohin das Auge reicht ;-)
    Mit Maracujalikör stelle ich mir das auch ziemlich lecker vor!
    lg

    1. Als nächstes ist deine Variante mit Mohn dran liebe Britta… *.*

  2. Die Domino-Kettenreaktion namens Zitronenkuchenbattle – schon lange nicht mehr so gelacht! :-) Aber du hast völlig recht, diese Eigendynamik ist oberklasse, das habe ich kürzlich auch irgendwo drunter geschrieben… Ich schieb auch schon seit ein paar Tagen NOCH ein Zitronenkuchen-Rezept vor mir her, das muss unbedingt auch noch.. Und 15 kg Orangen hab ich auch noch hier liegen…. Und viel zu wenig Zeit um ALLES, was man gerne backen würde, tatsächlich zu backen und zu essen. Aber dafür gibt´s ja dann euch alle, die das übernehmt! :-)

    Liebe Grüße, Dirk

    1. Lieber Dirk,
      schön mal wieder von dir zu hören, du warst beim Zitronenkuchenbattle ja sozusagen die Initialzündung. :)
      15kg (!) Orangen, das klingt nach einer Aufgabe!! Bin schon gespannt, was du daraus so alles zaubern wirst… Ich bleibe dran – vielleicht gibt’s es bald eine orangige Kettenreaktion?

    2. Jaaaa, ich würde ja so gerne viel öfter etwas von mir hören lassen, aber die liebe Zeit! Mein Zeitkonto ist irgendwie immer im Minus…. :-( Ich komme ja nicht einmal pünktlich dazu, die Kommentare auf meinem Blog zu beantworten, schrecklich. Aber ich werde daran arbeiten, versprochen! Und was die Orangen angeht, da schwebt mir schon ein Orangeneis und eine Orangen-Whiskey-Marmelade vor… Mal sehen was mir noch so einfällt und wieviel Zeit ich finde… ;-)
      Lieben Gruß und noch einen schönen Dienstag, Dirk

  3. Übrigens, da oben fehlt ein Twitter-Button. Auf Twitter kann ich dein leckeres Rezept nun gar nicht teilen… :-)

    1. Zack – Geändert! :)

    2. Und zack – Getwittert! :)

  4. Wenn Ihr zu viele Zitrusfrüchte habt, belegt Eure Kuchen doch mal mit kandierten Fruchtscheiben. Ich habe das bei meinem nach Photisserien nachgekochten Zitronenkuchen gemacht und fand das himmlisch! Darf ich den Link hier lassen: http://germanabendbrot.wordpress.com/2012/05/21/von-der-sehnsucht-nach-italien-und-saftig-saurem-zitronenkuchen/

    Noch eine Frage: Wie groß ist denn eine kleine Kastenform? Ich suche nämlich noch einen schnellen, leichten Geburtstagskuchen für die Kollegen u. würde Dein Rezept gerne im Kasten backen. Danke! Liebe Grüße, Julia

    1. Liebe Julia!
      Danke für den Link, das sieht toll aus mit den kandierten Zitronenscheiben! Ich denke der Teig findet in einer 20-22cm langen Kastenform optimal Platz, alternativ kann ich mir auch eine 20×20 Brownieform gut vorstellen, falls du so eine hast. In der Brownieform wird er flacher, also evtl. die Backzeit anpassen… Aber man kann sicher gut Kerzchen reinstecken :) Viel Spaß und lg!

  5. Ha! Für so viele Kerzen muss ich schon einen richtig großen Kuchen backen :) Danke für die schnelle Antwort!

  6. […] war der Namensgeber des Zitronenkuchenbattle, Verena von Salz, Pfeffer, Kokosnuss nannte es Domino-Kettenreaktion. Nachdem ich während meines Urlaubs offenbar recht provokant den besten Zitronenkuchen der Welt […]

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