Karfreitag ist Brotbacktag: DAS Brot ist fertig!

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The life-changing loaf of bread – soweit der Originaltitel. Superlativ pur, wie das manchmal so ist in englischsprachigen Blogs. :) Wie soll ein Laib Brot bitteschön mein Leben verändern – und dann auch noch ohne das klitzekleinste bisschen Mehl!? Tjahaa, Schätzeleins, was soll ich sagen: Backt es nach, dann wisst ihr Bescheid…

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Aber eins nach dem anderen. Dass ich ein Fan von Julis Blog Foodsandeverything bin, ist ja mittlerweile bekannt. Neulich erschien dort ein Artikel über DAS Brot: Mehlfrei, praktisch glutenfrei, ballaststoffreich, vegan. Bestehend quasi nur aus Nüssen und Körnern. Wie soll das denn gehen? Kann man ohne Mehl überhaupt Brot backen, das nicht sofort auseinanderfällt? Man kann! Das Geheimnis sind kleine Samen-Helferlein, die in Verbindung mit Wasser sehr stark aufquellen und bindend wirken. Da wären also Leinsamen, Chia-Samen {neueste Gesundheits-Wunderwaffe, ursprünglich aus Guatemala, bzw. Mexiko stammend} und besonders wichtig: Flohsamenschalen. Ich erlaube mir an dieser Stelle, Julis tolle Zusammenfassung zu zitieren:

Benefits der Flohsamenschalen:
♥ ballaststoffreich
♥ verdauungsfördernd
♥ verhindern Verstopfungen & helfen bei Durchfall
♥ entzündungshemmend
♥ reizmildernd
♥ wirken positiv auf den Cholesterinspiegel

…Ein wahres Teufelszeug! Für mehr Informationen lege ich euch Julis Artikel sowie das Originalrezept von Sarah Britton wärmstens ans Herz!! Ich konnte es kaum abwarten, das Brot nachzubacken, aber erstmal mussten die nicht gerade alltäglichen Zutaten besorgt werden. Im Reformhaus und im Internet bei Govinda wurde ich schließlich fündig. Ich will euch nichts vormachen, man muss dabei ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Flohsamenschalen bzw. Chiasamen kosten gut drei Euro pro 100g. Für das Rezept benötigt man aber jeweils nur ein paar TL, da gehen also einige Brote raus. :)

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Bereut habe ich nichts, im Gegenteil: DAS Brot hat mich echt vom Hocker gehauen! Es schmeckt total saftig, nussig und auch ohne Belag klasse. Wie ein Power-Müsliriegel, nur eben ohne Zucker. Und die Haltbarkeit erst! Im verschlossenen Brotbehälter schmeckt es selbst nach fünf Tagen noch, als wäre nix gewesen. Habe es schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gebacken und werde es morgen zum Osterbrunch meinen Mädels kredenzen. Bin schon auf Feedback gespannt!

Mein Leben hat sich tatsächlich ein klein wenig verändert, denn abgesehen von diesem Brot-Erlebnis und den lustigen Samen, hielt auch noch das Kokosöl mit wehenden Fahnen Einzug in meine Küche. Ich schäme mich ja fast, da betreibt man einen Blog mit dem Titel SalzpfefferKOKOSnuss und hat nicht mal die elementarsten Erzeugnisse der Lieblingsnuss im Küchenrepertoire. Aber wie heißt es so schön: Besser spät als nie. Kokosöl ist einfach klasse, zum Braten, Backen, Schokolade verfeinern… Oh ja. Nach Ostern gibt’s erstmal Schokofondue, zur feierlichen Verarbeitung des Hasen. Harhar. :D

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Naa, neugierig geworden..? Probiert es einfach mal aus, wenn ihr wie ich ein Fan von Körnerbrot seid. Dieser Begriff bekommt gerade eine ganz neue Bedeutung. :D Ausnahmsweise habe ich am Rezept nichts verändert, denn es ist perfekt genau so wie es ist. Danke, Juli! ♥

Zutaten für eine Kastenform 22cm Länge

145g kernige Haferflocken | 135g Sonnenblumenkerne | 90g ganze Leinsamen | 65g Haselnüsse {auf gute Qualität achten!} | 2TL Chia-Samen | 4TL Flohsamenschalen {oder 3TL Flohsamenschalen-Pulver} | 1TL Salz | 1-2 EL Ahornsirup | 3TL Kokosnuss-Öl, verflüssigt | 350ml Wasser

Zubereitung

Einfacher geht’s gar nicht! Man nehme sich einen Abend vor dem Backen Zeit, um alle trockenen Zutaten in einer Schüssel zusammen zu mischen, das Kokosöl zu schmelzen und zusammen mit Wasser und Ahornsirup unter die Körner-Flocken-Nussmischung zu rühren. Oberfläche glattstreichen und zugedeckt bis zum nächsten Morgen auf dem Küchentisch stehen lassen oder – wenn eure Küche sehr warm ist – im Kühlschrank.

02_körner-nuss-brotAm nächsten Tag den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Mischung in der Schüssel sollte relativ fest geworden sein und sich beim Schütteln nicht bewegen. Teig in die Form füllen und sorgfältig andrücken und glatt streichen, damit nirgends Lufträume bleiben. In zwei Etappen backen: Das Brot nach den ersten 20 min auf der mittleren Schiene samt Backpapier aus der Form heben und solo auf den Rost setzen.

35-40 min fertig backen, bis es goldene Ecken bekommen und richtig intensiv duftet. Jetzt der schwierigste Schritt: Brot vor dem Anschneiden KOMPLETT auskühlen lassen, sonst ist es instabil. Ich mag dazu am liebsten: Erdnussbutter. Was auch sonst. :)

14 Kommentare

  1. meine Güte sieht das lecker aus! da möchte ich sofort aufstehen und die Brotbox öffnen, um einmal herzhaft reinzubeissen.Da muß ich wohl morgen noch mal schnell ins Reformhaus… dabei hab ich doch erst einen Laib Brot vernichtet (mit Hilfe von Freunden zum Glück…)

    1. Ab ins Reformhaus mit dir! Back es nach und sag mir, ob ich verrückt bin oder es wirklich so gut ist! :D

    2.  

      …bin schon unterwegs. :-D

  2. Ich weine ein bisschen! Und schäme mich, dass ich dir erst jetzt für diesen traumhaften Artikel danken kann♥ Verdammt, bist du wundervoll, Verena. Allein mit der Erdnussbutter hast du schon mein Herz gewonnen :) Danke, danke, danke!! Mit dem Ding verändern wir wirklich noch die Welt :)

    1. Awww Jules, ich reiche dir ein Taschentuch und drück dich feste für diese lieben Worte!

      ¡Viva la Brot-Revolución!

  3. Kernkraftbrot ;)

    1. Hehe, genialer neuer Name! :)

  4. ich werde nie mehr die Wörter „Körnerbrot“ oder „Müsliriegel“ verwenden können. wenn man das hier gegessen hat, hat man das Gefühl nichts sonst darf sich Körnerbrot nennen. Gleichzeitig hat man bei so einer „Schnitte“ das Gefühl, man beißt in einen saftigen Müsliriegel… genial.

    1. Du hast es tatsächlich getan…!!! Ich bin begeistert! Und freue mich total, dass es dir genauso gut schmeckt… Ach der Montag hätte nicht besser losgehen können. :D
      Liebste Grüße!

  5. Vielen Dank für die erklärenden Worte in Deutsch. Leider sin beim Rezept in der Übersetzung Eßlöffel mit Teelöffel falsch übersetzt worden. Wundert mich, dass es trotzdem geklappt hat…

    1. … die Übersetzung des Rezepts hat mich in der Tat schon damals ins Grübeln gebracht. Die Esslöffel-Teelöffel-Diskrepanz ist mir bereits bei Juli über den Weg gelaufen. Ich habe mich beim ersten Nachbacken an die TL-Variante gehalten und es funktioniert auch, bestimmt ist es aber besser, ich backe es demnächst mit den EL-Angaben, um den Unterschied zu sehen und ggf. das Rezept anzupassen.
      Falls Du es nachbacken möchtest, freue ich mich ebenfalls über einen Erfahrungsbericht hinterher. :)

  6. Hallo :) Der Post ist schon lange her, ich weiß aber ich versuch es trotzdem mal… Hab nun das dritte Mal das Life Changing Bread gebacken- suuuper lecker einfach!!! :) nun, beim ersten Mal war alles tiptop und das hat recht lange gehalten. Beim zweiten Mal musste ich den letzten Teil leider wegschmeißen da es total „frementiert“ schmeckte. Und nun bei dritten Mal, hatte ich es frisch gebacken abends und am nächsten Tag hatte ich schon ds Gefühl es riecht innen schon wieder „frementiert“. Also kein Schimmel, von Außen ist auch nichts zu sehen aber es scheint als würden die Samen im Brot keimen? Ist das möglich? Denn es ist ja komplett gebacken… irgendetwas mache ich also falsch :/ Vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen!?

    1. Liebe Carolin,
      bitte entschuldige meine späte Antwort. Erstmal freue ich mich, dass Du ein Fan des Brots bist. :) Das Problem, das Du beschreibst, ist bei mir so noch nie aufgetreten. Dass die Körner keimen könnte ich mir im Prinzip schon vorstellen, allerdings hast Du ganz recht – die Backtemperatur spricht dagegen. Vielleicht könnte Juli vom Blog foods & everything hier weiterhelfen…
      Ich hoffe Du bleibst weiterhin Anhängerin des weltbesten Brots ;)
      Liebe Grüße
      Verena

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