Dinner bei Kata: Sushi-Action!

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Kata ist zurück aus Japan und das letzte Dinner auf der gepunkteten Tischdecke schon vieel zu lange her! Was liegt da näher als ein gemütlicher Abend mit selbstgemachten Maki, inklusive Reisebericht. Neben den leckeren Röllchen gab es Gomae {Sesam-Spinat}, Goma Wakame {Seealgensalat} und die größte Papaya, die ich je gesehen habe… Ein Monster!

Dieser Artikel liegt schon länger in der Schublade, aber momentan muss ich diplomarbeitsbedingt auf gewisse Zeitfenster warten. Ihr merkt schon, Ostern ist so eins. :)

Die Monster-Papaya Geschichte: Zunächst war ich skeptisch, übergroßes Obst/Gemüse schmeck ja oft nach nicht besonders viel und unsere Papayahälfte war locker ein dreiviertel Kilo schwer. Aber Überraschung! Sie war extrem aromatisch, super süß und saftig, ein Traum. Recherche verriet mir: Wir bekommen im Laden selten diese ausgewachsenen Riesenpapayas zu sehen, sondern meist nur die kleinen, unreif geernteten hawaiianischen oder brasilianischen. Es soll ja Menschen geben, die Papaya nicht so gerne mögen… Mein Tipp: Sucht beim Gemüsehändler eures Vertrauens nach einer solchen reifen Riesenfrucht und macht LIMETTE dran. Limette und Papaya, diese Kombi ist einfach göttlich. Über die hypergesunden Inhaltsstoffe muss ich euch bestimmt nicht extra aufklären, ich sage nur: Euer Körper wird euch lieben!

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Back to topic: Sushi machen ist gar nicht mal so schwer wie ich dachte, aber schon zeitaufwändig. Am wichtigsten ist perfekt gegarter Sushireis, er sollte schön kleben, dabei aber genügend Biss und Konsistenz haben. Ohne Reiskocher gar nicht so einfach, aber mit untenstehender Anleitung sollte es klappen. Unser Reis ist laut Kata einen Tick zu flutschig geraten, genaues Abmessen der Wassermenge lohnt sich…

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Beim Sushirollen gibt es folgendes zu beachten: Noriblätter kleben erst dann, wenn sie befeuchtet werden. Ein Schälchen Wasser neben der Bambus-Rollmatte ist also ein Muss. Einfach immer wenn’s zu sehr pappt {Reis} oder pappen soll {Nori}, die Fingerspitzen mit Wasser benetzen. Ein frisch geschärftes Messer ist danach zum Teilen der Rollen optimal. Die süßen Holzschalen in Bärchenform hat Kata übrigens aus Japan importiert und ich durfte mir eines aussuchen. ♥ ♥ ♥

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Dem leckeren Spinatsalat mit Sesamdressing {Gomae} werde ich bald noch einen eignen Blogeintrag widmen…

Zum Schluss noch was zum Schmunzeln. In Japan grenzt es an eine Wissenschaft, sein Essen in fantasievolle Form zu bringen. Manch einer  stanzt also Gesichter in seine Nori-Blätter…

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Zutaten für 2-3 Personen

Reis: 125g Sushireis | 150ml Wasser | 1EL Reisessig | 1 gestrichener EL Zucker | ½ TL Salz

Rest: 1 Packung Noriblätter | eingelegter Sushi-Ingwer | Wasabi-Paste | 1 Gurke | 1 Avocado | 1 kleine Zucchini | 3 EL Frischkäse

Zubereitung

Sushireis erstmal in einem feinen Küchensieb kalt abbrausen und gut abtropfen lassen. 150ml Wasser zusammen mit dem Reis aufkochen und 2 min sprudelnd köcheln lassen. Den Herd auf kleinste Flamme zurückschalten, Deckel drauf und Reis 10 min quellen lassen, es soll auf keinen Fall mehr blubbern.

Deckel abnehmen und – Achtung Trick 17 – zwei Blätter Küchenkrepp zwischen Topf und Deckel klemmen, während der Reis abkühlen darf. So wird das Kondenswasser abgefangen, das ansonsten zurück in den Reis tropfen würde, gleichzeitig trocknet er aber nicht aus. In der Zwischenzeit Essig mit Zucker und Salz aufkochen, kurz umrühren bis sich alles aufgelöst hat und ebenfalls abkühlen lassen. Unter den lauwarmen Reis heben, komplett auskühlen lassen.

{edit: Metall verfälscht anscheinend den Reisgeschmack. Zum Auskühlen am besten in eine Keramik-Auflaufform umschichten, dabei die Essigmischung mit einem Holzlöffel/Kunststoffspatel einarbeiten. Wir haben beim ersten Mal einen Löffel aus Metall verwendet und keinen riesen Unterschied geschmeckt – ich werde das nächste mal trotzdem Holz testen…}

Gemüse vorbereiten: Gurke, Zucchini und Avocado in Stifte schneiden. Zucchini in etwas Öl goldbraun braten, zum Schluss mit einem Spritzer Sojasauce würzen.

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Jetzt kommt der knifflige Teil: Sushirollmatte ausbreiten, ein Blatt Nori halbieren und bündig darauf legen. Großzügig einen EL Reis darauf verteilen. Das geht bei Anfängern wie mir am besten mit den Fingern, immer schön befeuchten, es heißt nicht umsonst Klebreis. Gemüsestifte mittig platzieren, wenn ihr mögt zwei TL Frischkäse dazu. Dann vorsichtig von unten her aufrollen, mit den Fingern alles schön zusammenpressen. Wenn ihr eine Umdrehung habt, die Matte vorsichtig ablösen, nochmal ansetzen und das Noriblatt bis auf einen cm Rand komplett aufrollen. Finger ins Wasser tauchen und wie bei einem Briefumschlag am Norirand entlangfahren. Mit der Bambusmatte auch das letzte Stück aufrollen und tadaa! Euer erstes Sushi. Mit einem sehr scharfen Messer in 6 Röllchen teilen und auf einem Brett anrichten.

Wem das jetzt zu kompliziert klang: Ich habe ein kleines Step-by-Step Foto-Tutorial erstellt… nicht sehr professionell, aber der Gedanke zählt oder?^^

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2 Kommentare

  1. Schauen ja sehr professionell aus!!! Ich liebe Sushi und hätte nichts gegen ein paar Röllchen einzuwenden. :)
    Schöne Ostern wünsche ich dir.

    1. Danke liebe Sybille! Ich liebe Sushi auch sehr und war mir sicher, dass es eines der wenigen Dinge ist, die ich als Veggie schmerzlich vermissen werde… Aber siehe da, auch in der puren Gemüsevariante höchst befriedigend. :)

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