Blogevent: Urlaub auf dem Teller

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Nachdem ich einige der letzten Wochenenden im sattgrünen Allgäu verbracht habe, kommt mir Magentratzerls tolles Blogevent gerade recht. Bis Mitte September heißt es *Urlaub auf dem Teller*: Geschichten, Erinnerungen und Gerichte von Feinkostmarkt bis Campingkocher werden gesucht. Da fühlte ich mich sofort angesprochen, denn Brotzeitbrettl und Gaskocher sind am Berg stets im Gepäck.

Nirgends kann ich besser abschalten und den Kopf frei kriegen als in den Bergen. Bei schönem Wetter draußen in der Natur zu wandern, den schroffen, kühlen Fels unter den Fingern zu spüren und am Ende eines Klettertages ordentlich ausgepowert {und hungrig!} zu sein – da bleibt überhaupt kein Platz für negative Gedanken und Stress. Schon beim Packen für einen Kurztrip dieser Art sprudelt die Vorfreude. Proviant für alle einkaufen und Sachen in der Küche vorbereiten, das macht mir super viel Spaß und sorgt für einen entspannten Wochenendablauf. Die besten Erinnerungen an diese Zeit am Fels sind tolle Landschaften, coole Kletterrouten, super Stimmung und natürlich: leckere Brotzeiten & Campingkocher-Menüs. Nähere Ausführungen nach einer kurzen Werbepause. Natur pur, hach.

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Wildblumen auf jedem Quadratmeter Wiese…

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… zumindest wo die ‚Stiere‘ *äh-räusper* Kühe noch nicht alles weggefressen haben ;)

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Der Fels! Hier in der Kalkstein-Variante. <3

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Den Picknickkorb selbst zu packen hat, neben Vorfreude, den low-budget Vorteil. Ganz zu schweigen von Zivilisations-Unabhängigkeit. Wer sich vor dem Aufwand scheut, ein ganzes Wochenende essenstechnisch durchzuplanen, für den habe ich eine Equipment-Grundausstattungs-Liste inkl. easy-peasy Futter-Ideen aufgeschrieben. Alle Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dafür beliebig ausbaufähig. :D

Equipment:

– Picknickdecke, mit Folie imprägniert, ersetzt Campingstühle
– Holzbrettchen statt Teller, rustikal und unkaputtbar
– Große Tasse, kann auch Müslischüssel sein
– Campingkocher + Gaskartusche + Topf + Pfanne + FEUERZEUG für was Warmes im Bauch
– 10l Faltkanister, als Trinkwasserspeicher {für nen Zehner in jedem Outdoorladen zu kriegen, aber auch das 5l Behältnis vom destillierten Bügeleisenwasser tut gute Dienste}
– Schweizer Taschenmesser ist Gold wert, hat aber bisher leider keinen -> Löffel eingebaut ;)
– Müllbeutel & Küchenrolle, das Dream-Team wenn der Abwasch mal schneller gehen muss
– Kühltruhe, diesen Luxus kann man sich bei den aktuellen Temperaturen durchaus leisten :D
– Lieblingsgewürze, in Kleinstbehältnisse umgefüllt, zumindest Salz & Pfeffer, Olivenöl müssen mit
– Kerzen – für die gewisse Lagerfeuerromantik, wenn selbiges mal wieder nicht möglich ist
– Klappbox, um die nötige Ordnung der Dinge im Kofferraum herzustellen
– Metall-Espressokanne für Kaffeefetischisten

Futter:

… Frühstück {Achtung, süße Frühstücker}

Overnight Oats {Deckel aufschrauben und loslöffeln}
– Müsli mit Obst & Nüssen, die Milch dafür hält sich in der Kühltruhe locker ein bis zwei Tage
DAS Brot, mit Honig // Marmelade // Schokocreme {Alnatura Zartbitter!} // PUR :D
– Selbstgebackene Muffins {z.B. schokoladig // kernig // fruchtig // herbstlich // salzig}
– Süßes Hefebrot

… Mittagssnack

Ciabatta // Dinkel-Zwiebelbrot // Körnerbrot // Tomatenbrot
+ Streichcreme {mediterran // orientalisch // oder gekauft, Alnatura oder Zwergenwiese haben eine große Auswahl an leckeren vegetarischen Aufstrichen, die auch ungekühlt ein Stück weit haltbar sind}
+ Frisches Gemüse // Obst {Tomate, Gurke, Salat, Apfel, Melone}
+ Kalte Falafel // Bratlinge
+ Hartgekochte Eier

Daraus könnt ihr Killer-Sandwiches bauen:

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… Energieschub Zwischendurch

– Bananen
– Müsliriegel
Kekse {selbstgemacht mit guten Zutaten natürlich am tollsten}
– Nüsse in allen Formen und Farben, geröstet, gesalzen, schokoliert, pur…

… Abendessen

– Penne mit Pesto {der Klassiker, Pesto selbstgemacht oder wenn’s schnell gehen muss auch mal gekauft}
– Sommerlicher Quinoa-Salat {mit Gemüsebrühe gequollener Quinoa, Gurken-/Tomatenwürfel} mit frischen Kräutern {Petersilie, Minze…}
– Gemüse-Spieße {Alles was auf einen Schaschlikspieß passt würzen, olivenölen, grillen bzw. braten und freuen, dass man kein Besteck braucht}
– Couscous mit Feta & Petersilie + Ratatouille-Verschnitt {aka Gemüse in Tomatensauce}

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Für scharfe Bilder war es leider schon zu dunkel… :)

Zutaten für 2 Personen

1 Tasse Instant Couscous | 150g Feta | 1 handvoll Petersilie {oder eure Lieblingskräuter} | Salz | 400g Tomatenpassata | 1 Paprikaschote | 1 kleine Zucchini | 250g Pilze {z.B. braune Champignons} | 2 Schalotten | 1 Knoblauchzehe | 2 EL Olivenöl | ½ TL Gemüsebrühe | 1 TL brauner Zucker | Gewürze zum Abschmecken {z.B. Café de Paris von Schubeck}

Zubereitung

Genügend Wasser {Packungsanweisung Couscous beachten} leicht salzen, aufkochen, Couscous damit in einer zweiten Schüssel/Topf übergießen, umrühren und ziehen lassen.
In der Zwischenzeit Gemüse putzen und ziemlich klein schnibbeln, beiseite stellen. Schalotten und Knoblauch fein hacken, mit 2 EL Olivenöl im Topf andünsten, 1 TL braunen Zucker hinzufügen und leicht karamellisieren lassen. Tomatenpassata, Gemüse und Gemüsebrühe dazufügen, ca. 10-15 min vor sich hin köcheln lassen. Ab und zu umrühren und probieren, ob das Gemüse schon gar ist. Mit Salz, Pfeffer, Café de Paris {oder was immer ihr gerne wollt :) } abschmecken.
Feta würfeln, Petersilie hacken und beides unter den Couscous mischen. Mit frischen Kräutern zu kochen macht vor allem bei so einfachen Gerichten den riesengroßen Unterschied, es lohnt sich also, ein paar handvoll Kräuter in feuchtes Küchentuch einzuschlagen und für die Reise in einen Gefrierbeutel zu verpacken…

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Wer auch öfter mal rausfährt am Wochenende und Reisetipps oder Anregungen hat, immer hereinspaziert! Ich hoffe mein kleiner Bericht macht euch Lust, mal wieder in die bergige Natur abzuhauen. A propos Berge, erkennt jemand wo wir waren? Zu gewinnen gibt’s allergrößte Anerkennung meinerseits und analoge Glückwünsche auf Papier. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. :>

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Also ihr Lieben, macht’s mal gut und habt eine schöne Woche! So der Terminkalender will, hört ihr die Tage nochmal was aus meiner Küche. Immer wieder angekündigt, wurde bisher doch noch nix aus dem daily Blogmarathon {liebe Natalie, ich habe es nicht vergessen!!!} Schlimm mit mir… :D

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13 Kommentare

  1. Auch wenn ich im Allgäu aufgewachsen bin, bin ich im Berge erkennen leider ganz schlecht…Aber tolle Fotos und ihr scheint ja trotz Hochsommer eine ganz gute Bergsicht gehabt zu haben.

    1. Liebe mangoseele, jaa das Wetter war erstaunlich! Oh wie schön, im Allgäu aufgewachsen – werde direkt neidisch. :)

  2. Was für ein toller Bericht, liebe Verena. Und die Fotos erst… schade sind meine Ferien seit Freitag schon vorbei :( dafür erinnerst du mich eben daran, dass ich auch noch bei magentratzerls Event mitmachen wollte… nun denn, Zeit bleibt ja noch, nur fehlt die momentan gerade etwas…

    Ich habe leider keine Ahnung wo ihr wart, aber hübsch schaut es aus ;) und macht tatsächlich Lust mal wieder die verstaubten Wanderschuhe aus dem Keller zu holen!

    dir eine gute Restwoche, lg Marco

    1. Danke danke lieber Marco! Bei so vielen schönen Eindrücken schreibt sich der Bericht fast von selbst… Hach die Berge. Da seid ihr Schweizer ja schon ein bisschen bevorteilt worden. Bist du viel alpin unterwegs? :))

    2. Über die Schweizer sagt man bekanntlich, dass sie die halbe Welt bereisen, ihr eigenes Land aber kaum kennen :) trifft leider auch auf mich zu… Immerhin hab ich’s diesen Sommer zweimal in die Berge geschafft! Wo sie doch fast vor der Haustür liegen ;)

  3. liebe Verena, ich gönne Dir jeden Tag Auszeit und bin froh, dass Du die genießt statt nur vorm PC zu hängen. Vor allem wenn so wunderschöne Reiseziele der Grund sind – und ich habe keine Ahnung, wo das ist – da wird’s wohl nicht mit der großen Anerkennung

    Zu Deiner Picknick-Liste: wer einen Bruder oder Freund hat, der bei der Bundeswehr war, lässt sich von ihm sein Bundeswehr-Besteck schenken – ich hatte bei meiner großen Wanderung das von einem Kollegen geliehen und fand es war jedes Gramm (auf meiner durchgerechneten Packliste) wert. und statt Brett/Teller habe ich eine Tupperdose mit Deckel dabei gehabt – darin kann man Essen verstauen, Salat oder Müsli machen und der Deckel wird zum Teller oder Schneidbrett.

    Sommergrüße von der, die auch gerade nicht sonderlich viel bloggt – morgen vielleicht mal wieder? ;-)

    1. Huhu Natalie, mensch das ist so lieb von dir! Vielen Dank… :) Tupperdose ist bei mir auch immer dabei, um z.B. den Quinoasalat zu transportieren. In der Tat äußerst praktisch. Das Bundeswehrbesteck klingt noch besser! Aber jetzt bin ich erstmal neugierig auf deine große Wanderung! Was wann wo (rauf)? ^^ lg

  4. Schöner Bericht, schöne Fotos, tolle Tipps – vielen Dank :-)

    1. Sehr gerne, liebe Susanne! Tolles Blogevent sag ich da nur.

  5. …haaw. Verenchen, du hast es geschafft. Ich bin verliebt. In deine Bilder, den vorzüglich geschrieben Artikel, die hoffentlich bald erscheinenden Schoko-Paranuss-Muffins – einfach in alles. Und ich hab es echt nicht so mit der Natur. Aber nachdem ich die letzten Zeilen gelesen hatte, wollte ich unbedingt auch ins Allgäu. Wie machst du das nur :D

    Ich kann Natalie nur beipflichten. Diese Bundeswehrbesteck ist wirklich klasse für unterwegs, das bekommst du auch preisgünstig in verschiedenen Online-Shops & bei Amazon :)

    1. Yeah ich habe dir Lust auf Natur gemacht, Ziel erreicht! :D Danke für die lieben Worte und den BW-Besteck-Kauftipp! Verflucht praktisch und unkaputtbar, sehr schön…
      Zum Thema Muffins kann ich nur sagen: Es hat seine Tücken, die Kamera vom Mitbewohner als Dauerleihgabe zu betrachten und dann zu vergessen, Fotos von Schoko-Paranuss-Gebäck auf den Laptop zu ziehen…
      „Philip, da sollten noch ein paar Bilder von mir drauf sein, wollte die heute mal verbloggen“
      – „Öhm…..sollten sie das?!“

      -> Ersatzgebäck ist schon in Produktion… :D
      Liebste Grüße!! :*

    2. Zauberhaft :D Na gut, dann freu ich mich auf das Ersatzgebäck. DANKE Philip!

  6. […] und hat außer allerhand Tipps für das Überleben mit dem Campingkocher auch noch ein Rezept für Couscous und Ratatouille im […]

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