Blogevent: Bake-a-TV-Show Cupcake

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Die wunderbare Juli feiert Bloggeburtstag und wünscht sich vegane Cupcakes. Aber nicht irgendwelche Cupcakes, ohh nein! In bester TV-Showaholic-Manier soll die Lieblingsserie verbacken werden. Challenge accepted!
Wir schauen: The Mentalist. Spezialität des Tages: Schwarztee-Cupcakes mit Zitronen-Frosting.

Bevor ich euch meinen Beitrag präsentiere, muss Werbung für meine derzeit zweitliebste Serie gemacht werden. Wie? Was? Die Zweitliebste?! Tja ganz einfach – Platz eins wurde von der Gastgeberin selbst mit einem Cupcake-Meisterwerk gewürdigt. Juli, du Fuchs! Aber wo kämen wir da {abends} hin, mit nur einer Lieblingsserie in petto. Die alternative Entscheidung zwischen Game of Thrones und The Mentalist war hart, aber die Idee für ein Backwerk zündete bei Jane, Lisbon, Van Pelt & Co. einfach schneller.

Patrick Jane ist ein ziemlich begabter Pseudo-Hellseher, der dem California Bureau of Investigation hilft, Mordfälle zu lösen. Natürlich mit Eigennutzfaktor: Er hat im Gegenzug die Chance, an Informationen über den Serienmörder Red John zu kommen, der seine Frau & Tochter ermordet hat. Die Idee einer Hauptfigur, die durch außerordentliche Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis, gepaart mit gelegentlicher andauernder Dreistigkeit die Fälle der Polizei aufklärt, ist ja nun nicht wirklich originell bzw. neu. ABER die Storyline rockt einfach extrem, genau wie die Hauptdarsteller. Wenn ihr Lust habt, euch in jeder Folge a) zu gruseln, b) schlapp zu lachen und c) überraschen zu lassen, dann seid ihr bei The Mentalist goldrichtig. Außerdem hat Simon Baker alias Patrick Jane einfach Stil. :D

Womit wir beim Thema wären. Patrick Jane trinkt Tee. Viel Tee.

Nur… was schlürft er da eigentlich? Wir erfahren es am Ende der dritten Staffel. Patrick Jane trinkt Schwarztee. Der sagenumwobene Lapsang Souchong ist sowas wie der Scotch unter den Schwarztees. Ausschließlich im Wuyi-Gebirge der chinesischen Provinz Fujian angebaut und zweimal über Kiefernwurzeln bzw. -holz geräuchert, ist dieser Tee eine echt Spezialität. Ob das rauchige Lagerfeuer-Aroma allerdings in Cupcakes passt, da war ich unschlüssig. Für mein Rezept habe ich handelsüblichen Assam-Schwarztee verwendet, bestimmt kann man auch eine hochwertige lose Sorte pulverisieren. Es gibt sogar eine Patrick Jane Teemischung, ich staune immer wieder, was man alles vermarkten kann…

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Diese Cupcakes waren außerdem eine Premiere: An vegane Minikuchen habe ich mich bisher nicht rangetraut. Umso größer die Überraschung & Begeisterung. O-Ton unabhängige Testpersonen:

„Boah ey, sind die LECKER!“ {Oh ja! Und das ohne Milch & Ei}
„Mmhhhh. Teig.“ {Endlich die Schüssel ausschlecken ohne Angst vor Salmonellen}
„Die sind ja voll flauschig!!“ {Fluffig-weich kann jeder}

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Achso, wer sich immer noch fragt, was denn eigentlich der Unterschied zwischen Muffins und Cupcakes ist {wie ich zu Anfang dieses Artikels auch}, dem sei wärmstens folgender Link ans Herz gelegt…

Zutaten für 15 Cupcakes {oder 12 normale und 2 große Cupcakes… oder 12 normale, 1 großer Cupcake(s) und 1 Teig-aus-der-Schüssel-Schlecker}

Teig:  240g Dinkelmehl Typ 630g | 100g Alsan {oder andere Pflanzenmargarine}, zimmerwarm | 65g weißer Backzucker | 40g brauner Rohrohrzucker | 20ml Agavendicksaft | ½ TL Zimt | 2 gehäufte TL Backpulver | ½ TL Natron | 1 EL Speisestärke | 1 Prise Salz | 160ml Sojamilch | 1 EL Zitronen- oder Limettensaft | 200ml sehr starker Schwarztee, lauwarm {z.B. Assam}

Frosting:  150g Alsan, zimmerwarm | 100g Seidentofu | 250g {kein Scherz, leider…} Puderzucker | Saft ½ Zitrone
Edit: 1. Achtung, das Frosting ist knapp bemessen. Bei üppiger Dekoration {sh. Fotos}, reicht es nur für ca. 12 Muffins. 2. Achtung, PAPPSÜß! Aber so wollen das die Amis halt. Eventuell darüber nachdenken, Salz & Zitrone dazu zu reichen. Wenn ich das so lese, wäre auch ein Verdauungsschnaps, aka Tequila denkbar. :D

Zubereitung

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Muffinblech mit Papierförmchen bestücken, zwei große Muffinformen mit Papier auskleiden.  Alsan mit Zucker dick-cremig rühren, Agavendicksaft und Zimt unterrühren. Sojamilch in einer kleinen Schüssel / Becher mit Zitronensaft verrühren, es dickt leicht an, zu buttermilchartiger Konsistenz. Mehl mit Speisestärke, Backpulver, Natron und Salz mischen. Soja“buttermilch“ unter den Teig rühren, dann die Mehlmischung abwechselnd mit Schwarztee zügig unterrühren. In vorbereitete Formen füllen, {bestimmt geht das auch als Rührkuchen in der Kastenform} und 20 min backen. Stäbchenprobe nicht vergessen, evtl. 5 min länger drinlassen. Muffins nach 5 min Ruhezeit auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für das Frosting Alsan mit der Hälfte des Zuckers geschmeidig rühren. Seidentofu vorsichtig löffelweise unterrühren, es flockt leider schnell aus {ihr sehr es auf meinen Fotos…}. Restlichen Zucker und Zitronensaft unterrühren, ruhig eine ganze Weile aufschlagen. Vor dem Verzieren 15 min im Tiefkühlfach oder eine Stunde im Kühlschrank fester werden lassen. Schließlich Masse in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes mit Creme und Zitronenscheibe verzieren. Falls die Cupcakes als Mitbringsel dienen sollen, lieber schon am Vorabend mit Frosting dekorieren und über Nacht im Kühlschrank lassen. Zitrone hauchdünn schneiden und erst kurz vor dem Servieren ins Cremebett setzen. Nicht weglassen, die Zitronenscheibe braucht man tatsächlich, um das zuckersüüüße Frosting zu verkraften. :D

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9 Kommentare

  1. Patrick Jane & Tee damit kriegt man mich immer. :)

    1. Willkommen im Club. :D

  2. Oh, spontan musste ich gleich an den Red-John-Smiley denken, der sich bestimmt gut auf einem kleinen Törtchen machen würde (ganz ohne Blut, versteht sich). Deine toll elegante Teevariante steht dem aber natürlich in nichts nach – ob Herr Lieblingsmahl komisch guckt, wenn ich kurz in den Bildschirm beiße?
    Lg
    Frau Lieblingsmahl

    1. Liebe Frau Lieblingsmahl, natürlich, der berühmt-berüchtigte Red-John-Smiley… Vor dem ich mich jedesmal fürchte, sehe ich ihn in der Serie. Eventuell deshalb habe ich diese naheliegendste aller Möglichkeiten verworfen und stattdessen Schwarztee-Cupcakes gebacken. Ruft das Zitronenfrosting bei dir nicht auch Assoziationen zu Patrick Janes stets top gestylter Frisur hervor? :D
      Beste Grüße!

  3. Sie sind soo flauschig, ich werd wahnsinnig!! :D

    Die Idee für den Blogevent ist ja mal echt kreativ. Coole Sache! Leider bin ich absolut gar kein Serienjunkie und werde es wohl auch nie werden… Aber Cupcakes mag ich! Und dank dem neu erstandenen Muffinblech werde ich wohl demnächst auch mal endlich welche backen! Oder zumindest einen Haufen verschiedener Frostings zubereiten und ganz alleine verputzen. Die mag ich fast noch lieber ;)

    1. Hehe, du hast den Film also auch gesehen. :D
      Ich erwarte dann bitte baldigst eine Ladunge x-beliebige Muffins, aber bitte mit ordentlich Frosting! Unter sechs verschiedenen Sorten brauchst du gar nicht anfangen… :p Oh Gott und gerade läuft in meinem Kopfkino ein neuer Film an: Herzhafte Muffins mit Obatzda-„Frosting“ und Radieschen obendrauf… DAS isses!!
      Liebste Grüße!

  4. Wow. Sehr tolle Idee und die sehen super gut aus. Das glaubt dir doch keiner, dass du das zum ersten Mal gemacht hast ;)
    Echt spitze!

    LG,

    Nini

    1. Liebe Nini, Danke für die netten Worte! *freu* Ich hatte definitiv Anfängerglück, anders kann ich mir die Flauschigkeit der Cupcakes auch nicht erklären… Deine sind aber auch nicht von schlechten Eltern! Den Johannisbrotkernmehl-Tipp hätte ich mal früher gebraucht… Wie gut das Frosting bei dir aussieht!! :)

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