Kartoffel-Gnocchi mit Rucolapesto

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Hallo Freunde der Sonne! Ich mache es kurz: Gnocchi sind das ideale Soulfood, wenn es irgendwo zwickt. In meinem Fall zwickt nämlich gerade der Rücken… Zum Glück hatte ich einen lieben Küchenhelfer, der mir Kartoffelpressen, Teigkneten und sonstige Handgriffe abgenommen hat, *danke*.

Die Kartoffelkissen schlummern unter einer frühlingsfrischen Decke aus selbstgemachtem Rucolapesto. Zum Reinlegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wem Rucola zu bitter ist, der nimmt Basilikum stattdessen oder – noch milder – Feldsalat. Hauptsache grün!

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Ich kann mich momentan gar nicht satt sehen an dieser Frühlingsküche, beim Durchblättern eurer Blogs strahlt mir überall unverschämt frisches Grün entgegen. Ob Pasta mit Frühlingsgemüse, pfeffrige Bärlauchblüten in Honig {Moment mal Marco, diese Aromenkombi kommt mir bekannt vor? *g*} oder Mones „So schmeckt der Frühling“ Mittwochs-Box.

Also, lasst den Frühling rein!

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Zutaten für 3 Personen, bzw. 2 Hungrige und eine Kühlschrankportion

Gnocchi: 850 g vorwiegend festkochende Kartoffeln, mit Schale gewogen | 125 g Dinkelmehl Typ 630 | 2 EL Hartweizengrieß | 2 Eigelb | 1 gestrichener TL Salz | Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Rucolapesto: 1-2 Bund Rucola {125 g} | 50 g Cashewnüsse | 50 g würziger Hartkäse | 1 Espressotasse Olivenöl | 1 Espressotasse Wasser | Saft von ½ Limette | Zitronenpfeffer | Salz | 1 Prise Zucker | 1 Knoblauchzehe {optional}

Kartoffel im Dämpfer mit Schale gar kochen, bei mir ca. 30-35 min. In der Zwischenzeit das Pesto zubereiten: Cashews in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften und goldbraun sind. In einen Mixer geben und mit dem Öl zu einer Paste pürieren. Der Pürierstab tut es zur Not auch {so wie bei mir. Falls jemand noch ein geeignetes Geburtstagsgeschenk sucht: Das hier wär’s. Sollte es nicht aufzutreiben sein, geht natürlich auch das hier….ähm, back to topic}. Käse reiben und zusammen mit gewaschenem Rucola und Wasser zum Cashewmus geben. Mit einigen beherzten Mixerumdrehungen zu Pesto verarbeiten. Mit Limettensaft, Salz, Zitronenpfeffer, Zucker und ggf. feinst gehacktem Knoblauch abschmecken.

Das Pesto ist recht flüssig, fast saucenähnlich. Wer es lieber klassisch mag, lässt das Wasser einfach weg und gibt das Öl nach und nach beim Mixen hinzu, bis cremiges Pesto ensteht.

Die Pellkartoffeln noch heiß schälen und sofort mit einem Kartoffelstampfer in einer großen Metallschüssel gut zerdrücken. Leicht abkühlen lassen und mit Mehl, Grieß und Salz verkneten, gerne mit den Händen. Einen ziemlich großen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen. Zum Schluss die zwei Eigelb unter die Kartoffelmasse kneten. Der Teig ist jetzt etwas klebrig, davon nicht abschrecken lassen!

Genügend Mehl auf die Arbeitsfläche streuen und los geht die wilde Rollerei. Teig vierteln und jedes Viertel zu einer ziemlich langen, daumendicken Rolle formen. Das Wasser sollte mittlerweile leicht sprudelnd kochen. Jeden Teigstrang in mundgerechte Stückchen schneiden und portionsweise im Salzwasser garen, bis die Gnocchi an die Oberfläche taumeln. Pro Viertel dauert das vielleicht 2 min. Mit der Schaumkelle abschöpfen und in ein Sieb geben. Zusammen mit dem Pesto servieren, mit einigen Rucolablättern garnieren.

P.S.: Das übrige Eiweiß von oben passt – in der Pfanne gebraten wie Spiegelei – ganz wunderbar dazu.

8 Kommentare

  1. liebe Verena,

    wenn wir jemals zusammen kochen, dann bitte diese Kartoffel-Glücklich-Macher. Ich kann nämlich keine Gnocchi. Keine normalen, keine mit Dinkel, keine mit Spinat oder rote Bete – die werden mir immer matschig. Wahrscheinlcih gibt’s da noch einen geheimen Trick…

    hmmm, wäre das richtige essen, um sich jetzt zufrieden mit einem Teller davon auf dem Schoß auf die Couch zu setzen.

    liebe Grüße,
    Natalie

    1. Deal! Dann muss ich ja fast die 11 Fragen über mich Seite aktualisieren – jetzt wo wir wissen, was wir kochen. :) Schönes Wochenende wünsche ich Dir!

  2. You’ve been pingbacked :) Juhuu! Danke dafür!

    Rucola-Pesto mag ich unheimlich gerne! Esse ich leider viel zu selten, obwohl du mal wieder richtig unter die Nase reibst, wie einfach es doch eigentlich wäre. Irgendwann mal hatte ich das mit Ziegenfrischkäse ausprobiert, war auch superlecker! Der Frühling darf gerne noch ein bisschen auf meinen Tellern verweilen. Ich freu mich ja, dass die Rhabarbersaison gerade erst losgeht! Bisher habe ich mir dieses Highlight noch aufgespart :)

    Deine Gnocchi sehen übrigens richtig hübsch aus ;) I like!

    1. Erwischt, dieses Gericht ist wirklich kein Kunststück. Aber das darf auch mal sein. Danke für Dein Gnocchi-Kompliment – sie sind zum ersten Mal so geworden, wie ich sie gerne hätte, aber bisher nie hingekriegt hab. Ein wenig pampig, unförmig, zu weich, fad, klebrig, irgendwas war immer falsch. Aber es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Take this, Gnocchiuniversum! Liebe Grüße!

  3. Karl Bleeker · · Antwort

    Wir haben so viel Giersch im Garten, werde das mal mit eigenem Rucola mischen. Mal kuck´n, wie das so schmeckt !

    1. Ich bin gespannt auf das Ergebnis! Viele Grüße!

  4. Sieht richtig lecker aus!! :)

    1. Vielen Dank! :)

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