Rhabarberkuchen und Buchvorstellung

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Des einen Freud, des anderen Leid im Frühsommer: Rhabarberrezepte auf allen Kanälen! Ich für meinen Teil bin großer Rhabarber-Fan und füge den unzähligen Rezepten, die momentan so kursieren, liebend gern noch eins hinzu. Warum ihr gerade diesen Rhabarberkuchen unbedingt ausprobieren müsst? Zweimal gebacken innerhalb von drei Tagen, in knapp 1,5 Stunden fertig {inkl. Backzeit!}, supersaftig und mit einem Boden, der nach Streusel schmeckt – questions, anyone?

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Diesen herrlich einfachen Rhabarberkuchen habe ich im Buch „Barbara kocht“ entdeckt . Schon längst wollte ich euch dieses Buch vorstellen – im Rahmen der Aktionswoche „Jeden Tag ein Buch“ von Starbloggerin {ich nenne das jetzt mal so ;)} Astrid Paul fand ich endlich die Gelegenheit für meine erste Buchvorstellung. Mittlerweile habe ich es zweimal gelesen, eine Packung Post-its reingeklebt, es zu Ostern verschenkt und natürlich daraus gekocht. Was es so einzigartig macht? Es geht nicht „nur“ um die Gerichte. Es geht auch um den Anbau der Zutaten! Ein wunderbares Inspirationsbuch für Hobbyköche und -gärtner.

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Barbara Bonisolli hat den Garten, den sich alle Kochbegeisterten wünschen. Sie zieht ihr Obst und Gemüse selbst, um beides zu saisonalen Köstlichkeiten zu verarbeiten. Leider nicht immer vegetarisch, aber das tut meiner Freude an diesem Buch keinen Abbruch. In „Barbara kocht“ gibt sie neben Lieblings-Rezepten viele Tipps für den Grünen Daumen an die Hand. Sogar ein kleines Kapitel über Bienen findet sich. Frau Bonisolli ist nämlich auch Hobby-Imkerin!

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Das Buch ist praktisch nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter aufgeteilt und bietet leckere und garantiert nachkochbare Gerichte für die jeweilige Jahreszeit. Spargel z.B. sucht man vergeblich – was ich sehr konsequent finde, denn wer baut schon Spargel im eigenen Garten an?

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Nachgekocht habe ich bisher z.B. die Malfatti – Spinatklösschen mit Ricotta – oder Kräuterpfannkuchen mit Avocado und war sehr angetan. Kleiner Auszug aus der Post-it markierten Nachkochliste gefällig? Bitteschön, wie wäre es also z.B. mit:

Kohlrabipflanzerl | Spinatpizza mit Frühlingszwiebeln und Ricotta | Scones mit Erdbeer-Rhabarer-Konfitüre | Wildkräuter-Maultaschen mit Haselnussbutter | Fenchelsalat mit Orangen und Pinienkernen | Ricottacreme mit Himbeeren, Pinienkernen und Honig | Selbstgemachte Pasta | Maispuffer mit Kräutercreme | Mangold-Süßkartoffel-Quiche | Grießknödelchen mit Himbeersauce | Schwarze Johannisbeerkonfitüre mit knusprigen Quarkwaffeln | Karottencremesuppe mit Ingwer | Kürbis-Ravioli mit Salbeibutter | Apfelstrudel

Und das ist nur ein Bruchteil der leckeren Rezepte… Nun also die Bonisolli-Back-Premiere mit diesem saftigen Schätzchen. Bisher habe ich Rhabarberkuchen fast immer in der Variante mit Baiserhaube gegessen und war sehr gespannt, ob der Vanille-Crème-fraîche-Guss hält, was er verspricht.

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Beim ersten Versuch {siehe Fotos} habe ich den Rhabarber noch geschält, die schöne pinke Farbe war somit leider dahin. Der zweite Versuch dann mit Schale und siehe da, eine Optik genau wie im Buch. Meine Angst, faserige Rhabarberschale zwischen den Zähnen zu haben war unbegründet. Nach 50 min im Ofen ist auch die letzte Faser weichgekocht. Vorausgesetzt ihr nehmt nicht die allerdicksten Stängel. Ein weiterer Pluspunkt ist die absolut unkomplizierte Zubereitung!

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Zutaten für eine ∅26 cm Springform

Teig: 150g kalte Butter, gewürfelt | 200g Weizenmehl Typ 550 | 2 EL gemahlene Mandeln {original: Haselnüsse} | 80 g Zucker | 1 Prise Salz

Belag: 3 Bio-Eier {zimmerwarm} | 100g Zucker | Mark von 2 Vanilleschoten | 150g Crème fraîche {zimmerwarm} | 1 Prise Salz | 500g Rhabarber, geputzt {evtl. geschält}

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Zwei große Schüsseln, ein Rührgerät mit Schneebesen, ein scharfes Messer mit Schneidbrett, sowie alle Zutaten bereitstellen. Eine Springform mit Backpapier auskleiden {ich habe das Papier aus Faulheit einfach nur reingelegt und an den Rändern geknickt} und los geht der 90-min-Countdown zum Kuchenglück. :)

Butter mit Mehl, gemahlenen Nüssen, Zucker und Salz schnell mit den Fingern zu einem einigermaßen homogenen Streuselteig zerbröseln. In die Springform geben und mit der Handfläche überall gut andrücken. Einen Rand kann man formen, muss man aber nicht. Ab damit für 15-20 min auf mittlerer Schiene in den heißen Ofen.

In der Zwischenzeit die Rhabarberstangen in 2 cm breite Würfel schneiden, beiseite stellen. Eier mit Zucker weißschaumig schlagen, Vanillemark und Salz dazugeben, am Ende Crème fraîche unterrühren. Der Boden sollte mittlerweile fertig gebacken sein. Aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 180°C zurück stellen. Die Eiermasse sofort auf den heißen Boden geben. Rhabarberstücke gleichmäßig darauf verteilen und zurück in den Backofen. Nach 45-50 min ist der Kuchen goldbraun und fertig.

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und genießen!

 

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18 Kommentare

  1. Oooooh, das sieht so lecker aus! In meiner Gemüsekiste diese Woche wird Rhabarber sein. Und jetzt weiß ich, was ich damit anstellen werde. Danke dafür! :-)

    1. Vielen Dank! DAS war mal ein schneller Kommentar, hehe. Du wirst diesen Kuchen lieben, einfach, schnell und superlecker. :) Schönen Abend und liebe Grüße.

  2. da ist er also, der schon mehrfach erwähnte Rharbarber-Kuchen. mit Streuselboden! wie genial! Also dafür hätte ich ein paar meiner Ravioli abgegeben und wenn Marco was von seinem Eistee beigesteuert hätte, wär’s ein komplettes Rharbarber-Menü gewesen. und niemand hätte sich entscheiden müssen. ;-)

    schöne Nachkoch-Postit-Reihe, liebe Verena. Sind die Farben zufällig? ich bin ja gespannt, was wir davon noch im Blog bewundern dürfen. Johannisbeerkonfitüre mit Kräuterwaffeln vielleicht? *yummie*

    bei mir liegt auch gerade ein neues Kochbuch auf dem Tisch, das ähnlich beklebt wurde. wobei ich die Nachkoch/back-Postits nach oberer Rand/Seite/unterer Rand priorisiere. Danach hat man dann das ganze Buch beklebt und hätte sich eigentlich auch vornehmen können, einfach von vorn nach hinten durch zu kochen.

    meine Oma hat übrigens Spargel im Garten angebaut! Wir hatten 5 Meter (oder so..) Spargelbeet. dahinter wuchsen die Himbeeren. links davon der Rharbarber. was davor stand ist meiner Erinnerung zum Opfer gefallen.

    1. Das isser, ganz recht. Ich bereue nichts. :) Und das Rhabarber-Menü sollten wir nächstes Jahr definitiv als live-Event einplanen. Diesen Sommer wird das schon wieder zeitlich nichts mehr.

      Und die Farben der Post-its sind natürlich fein säuberlich nach Vorspeise (blau), Hauptgericht (grün) und Süßkram (pink) geordnet. Ich denke ich werde dieses Jahr noch so einiges daraus präsentieren. Wie heißt Dein neues, beklebtes Kochbuch?

      Oha, da war ich mal wieder sehr vorschnell mit dem Spargel-Kommentar. Man möge mir verzeihen… Bei mir im Bekanntenkreis gibt es viele Hobbygärtner, aber keine davon baut Spargel an – da hab ich das einfach mal verallgemeinert. :)

      Liebste Grüße!!

    2. In welcher Umnachtung habe ich eigentlich Quarkwaffeln mit Kräuterwaffeln verwechselt?! ;)

    3. hahaha! ich glaub es ist eine Challenge des Waffel-Universums ;-)

      und ich kann mir das durchaus vorstellen: mit Zitronenmelisse-Waffeln etwa oder mit Minze. vielleicht sogar mit Pimpinelle. Thymian auf jeden Fall. oder Salbei….

      oder eben mit einer herzhaften Johannisbeerkonfitüre.

    4. Ich will Holunderblüten-Waffeln. Sofort.

    5. ich seh lauter kleine weiße Blüten im Waffelteig. rein optisch ein Gedicht. und geschmacklich! wenn Du sie fertig hast – ich würd auch eine nehmen ;-)

  3. Also der Kuchen sieht orginal so aus, als ob ich ihn auch mögen MÜSSTE! Und dann hast du ja noch die Gabe, derart zu schwärmen, dass einem ganz schwummerig wird ;)
    … sonnige Grüße, auch an den Liebsten

    1. Salut liebe Micha! Da hast Du recht, ich bin mir zu 200% sicher, dass dieser Kuchen Dir hervorragend schmecken würde. Und was die Lobdudelei angeht… bin ich wohl ein schwerer Fall von: Nicht mehr zu bremsen, wenn einmal angefangen. :) Sonnige Grüße zurück, im Doppelpack!

  4. Ich will auch!!! Aber tatsächlich bekomme ich seit Wochen keinen Rhabarber mehr zu kaufen. Hauptsache er gab ihn schon im Januar – eingeflogen von woher auch immer… Nächstes Jahr kommt einer in den Garten, basta! Rhabarberkuchen ist nämlich ein Muss im Mai und Deine klingt besonders gut!
    Herzliche Grüße,
    Dani

    1. Liebe Dani, ich unterstütze die Initiative Rhabarber-im-Garten voll und ganz und wünsche, ich hätte einen größeren Balkon… ;) Das mit dem eingeflogenen Obst ist mir erst neulich wieder im Supermarkt begegnet: Birnen zum Dumpingpreis, im Mai. Aus Südafrika. Hmpf. Daneben lagen die Avocados aus Chile (ich LIEBE Avocados): Hallo Dilemma. Über die Birnen meckern aber Avocados kaufen? Blöd. Schwacher Ansatz einer Ausrede: Birnen kann man wenigstens in unseren Breitengraden ernten… Exkurs Ende. Schönes Wochenende Dir!

  5. Ach, Verena. Eigentlich hatte ich vor, a) nicht noch einen weiteren Rhabarberkuchen zu backen und b) bis auf weiteres keine Kochbücher mehr zu kaufen und erst einmal ordentlich aus den vielen zu kochen, die ich habe.

    Aber sowohl der Kuchen als auch das Buch haben’s mir echt angetan. Das Buch liegt schon im amazon Einkaufskorb und ich werde wohl auch gleich auf dem Markt nach Rhabarber Ausschau halten. Tja, der Geist war willig, aber …

    Zum Glück hat Natalie schon kommentiert, sonst würde sie sich vermutlich schlapp lachen. Das Kochbuch-Thema hatten wir nämlich gerade vor zwei Tagen als ich noch voller guter Vorsätze war ;-)

    Liebe Grüße
    Jana

    1. ;-)

      Auch wenn ich schon kommentiert habe, lache ich mich nicht schlapp. Hoechstens ein kleiner Schmunzler findet den Weg auf meine Lippen

      Und zur Relativierung: bei mir zog am Dienstag auch ein neues Kochbuch ein. Da es aber ein Geschenk war, bin ich quasi unschuldig…

    2. Haha, sehr schön, so wollen wir das! Pläne sind dazu da, über den Haufen geworfen zu werden, liebe Jana. Ich leiste liebend gerne Unterstüzung. Danke für diesen netten Kommentar. :)

  6. […] nicht zu bekommen. Dann werde ich es wohl bestellen müssen. Schaut doch mal rein, sowohl Verena als auch Emma Bee haben darüber geschrieben und Rezepte daraus […]

  7. Barbara · · Antwort

    Dieses Rezept ist super, er schmeckt sogar eingefleischten “Rhabarber-Gegnern”!!

    1. Danke, das freut mich! Und dass die Rhabarbergegner plötzlich zum Telefonhörer greifen und mir das persönlich sagen, hat mich noch viel mehr gefreut, hihi. :)

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