Bananenbrot mit Kokosmehl

Was habe ich gebastelt und probiert, bis dieses Bananenbrot endlich so schmeckte, wie es sollte! Mindestens viermal wurde es gebacken, mit unterschiedlichen Kokosmehl- und Zuckermengen, mit Ricotta, Milch und Joghurt. Voilà, nun kann ich euch endlich mein persönliches Killer-Rezept zur Bananenverwertung präsentieren!

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Sobald auf den schönen gelben Bananen braune Punkte sichtbar sind, kann ich sie nur noch im Kuchen ertragen. Kennt das wer? Jedenfalls ist dieses Bananenbrot eine schnelle und praktische Methode, braune Bananen loszuwerden. Auch die nächste Stufe der Bananenfermentation (quasi schwarz) kann noch problemlos für dieses Gebäck verwendet werden.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an mein Paket von nu3 mit den tollen glutenfreien Mehlsorten, die ich testen durfte. Nachdem der erste Versuch ziemlich in die Hose ging, ich das Zeitfenster fürs Posten des zweiten Versuchs leider verpasst hab (wer will schon sommerliche Fotos von Quinoabällchen mit Gurke und Tomate drauf im November sehen), kommt jetzt eine Lobeshymne auf das mitgelieferte Kokosmehl. Nicht nur, dass mir immer, wenn ich am Vorratsregal in meiner Wohnung vorbeilaufe, subtiler Kokosduft in die Nase steigt – auch der leichte Kokosgeschmack, den das Mehl meinem Gebäck verleiht, ist toll! Ganz nebenbei reduziert ihr beim Mischen von normalem Mehl mit Kokosmehl den Glutengehalt eurer Backwaren. Gut oder?

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Kokosmehl wird hergestellt, indem frisches Kokosnussfleisch getrocknet, entölt und fein gemahlen wird. Das vermeintliche „Abfallprodukt“ Kokosöl kann man mittlerweile fast überall kaufen und es eignet sich super zum Backen und Kochen, z.B. zum Anbraten von Gemüse oder Zubereiten von Currys. Zu guter Letzt enthält Kokosmehl nur ein Viertel der Kalorien von Kokosflocken… also, alle Daumen hoch! Noch mehr positive Aspekte von Kokosmehl gefällig? Dann schaut mal hier vorbei.

Komplett mit Kokosmehl zu backen, habe ich mich allerdings noch nicht getraut. Das fehlende Gluten ist zwar gut für die Gesundheit, hindert aber den Teig daran, schön aufzugehen. Als Faustregel kann man ca. ein Drittel des glutenhaltigen Mehls durch Kokosmehl ersetzen.

Zutaten für eine Kastenform (26 x 12 cm)

200 g Bananenmus (2 reife Bananen, mit der Gabel zerdrückt) | 120 ml Sojajoghurt | 1 EL Apfel- oder Zitronenessig | 1 TL Natron | 1 Bio-Ei | 70 g Vollrohrzucker (z.B. Mascobado von gepa) | 70 ml Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl) | 1 TL Zimt | 1 TL selbstgemachter Vanille-Zitronen-Zucker (oder 1 Päckchen fertiger Vanillezucker) | 1 Prise Salz | 180 g Dinkelmehl Typ 630 | 100 g Kokosmehl (z.B. von Amanaprana über nu3) | 1 TL Backpulver

Zubereitung

Bananenmus mit Joghurt, Essig und Natron in einer Schüssel vermischen, stehen lassen. Natron reagiert mit der Säure und bildet kleine Luftbläschen, das macht das Bananenbrot besonders locker. Falls ihr normalen Joghurt verwendet, Essig weglassen, die natürliche Milchsäure regelt das dann.

Die Kastenform mit Backpapier auslegen, den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ei in einer zweiten Schüssel mit Zucker schaumig aufschlagen, Öl in einem dünnen Strahl nach und nach unterrühren, anschließend Zimt, Vanillezucker und Salz ebenfalls unterrühren.

Beide Mehle mit Backpulver in einer dritten Schüssel gut mischen. Die Bananenmischung zur Eiermasse geben und kurz unterrühren. Schließlich die Mehlmischung nur noch kurz unterheben und sofort in die vorbereitete Backform füllen. Ca. 40 min backen, Stäbchenprobe machen! Schmeckt noch lauwarm mit einer Butterflocke besonders gut, aber hält sich luftdicht verpackt auch locker 2-3 Tage frisch.

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5 Kommentare

  1. Frölein Kokosnuss bäckt mit Kokosmehl :)

    Ob du’s glaubst oder nicht, auch ich habe tatsächlich schon mal Bananenkuchen gebacken! Das ist gefühlte 10 Jahre her und das Resultat war dermassen ernüchternd, dass ich mich seither nie wieder daran versucht habe :) Deiner hier schaut aber wirklich gut aus, auf dem zweiten Foto fast schon ein wenig wie Brot. Ich bin beinahe verleitet, da einen grosszügigen Löffel Dulce de leche drauf zu schmieren :D Für alle Fälle merke ich mir das Kokosmehl, damit habe ich wirklich noch null Erfahrung und würde das gerne mal ausprobieren!

    Dir einen wunderschönen, besinnlichen 1. Advent!

    1. Dulce de leche kann ich mir sehr gut darauf vorstellen! Am besten auf einer leicht angetoasteten Scheibe Bananenbrot! Hmmmm… :)
      Danke für Deine Wünsche, ich bin leider noch nicht so in Adventsstimmung, vielleicht kommt es noch. Liebe Grüße aus dem kalten München!

  2. Das sieht sehr lecker aus. Mein Lieblingsbananenbrotrezept stammt aus dem Hummingbird Bakery Cookbook.

    Allerdings finde ich es schade, mittlerweile an so vielen Orten zu lesen, Gluten sei per se gesundheitsschädlich. Ich bin auch keine Expertin, lese aber gerne über Ernährung. Gluten ist nur für Menschen schädlich, die an einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie leiden. Beschwerden bei nicht betroffenen Personen können andere Ursachen haben, zum Beispiel generell den übermäßigen Konsum von Getreideprodukten (aber nicht Gluten). Glutenfreie Lebensmittel können zum Teil sogar die ungesundere Alternative sein, da sie mitunter mehr Zucker enthalten – was natürlich für das eigene Backen nicht zutreffen muss.
    (Beispiel: http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Macht-Gluten-dick-228917.html)

  3. Lecker, so muss ein Adventssonntag beginnen! Eine schöne Variation des klassischen Bananenbrots… und Koksmehl wollte ich schon sooo lange schon mal testen, aber irgendwie habe ich mich doch nie so richtig getraut. Vielleicht versuch ich es jetzt auch mal mit deinem Rezept. :)
    LG Nele

  4. ulle2309 · · Antwort

    Das sieht köstlich aus!

    Liebe Grüße
    Ulle

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